Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador

"Sehr sehr viele schöne Momente gab es immer immer wieder "

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

27.07.2013

Christoph schrieb:

"Meine Intension diese Reise zu den Galapagos-Inseln zu machen, war es zum einen Abstand vom Alltag und meiner Arbeit zu haben und dabei nette Leute kennenzulernen, welche die gleichen Vorstellungen von einem Naturschutzprojekt auf den Galapagosinseln und dem Leben haben. Und zum anderen, um etwas Positives auf der Welt zu bewirken und den Erhalt dieser einmaligen Natur zu unterstützen.

Neben dem südamerikanischen Flair wollte ich auch bewusst körperliche Arbeit verrichten und mich in die Gegebenheiten vor Ort integrieren. Die Arbeit selbst habe ich mir abwechslungsreich, naturnah und exotisch vorgestellt. Neben der Arbeit mit Tieren wollte ich auch in der Natur mit den Pflanzen und eben weiteren Volontären sein.

Anders als ich dachte lag der Schwerpunkt der Aktivitäten doch sehr auf dem Kampf gegen invasive Pflanzen (zum Beispiel mit der Machete Brombeeren aus dem Wald schlagen), um die heimischen Pflanzen zu schützen.

Was schöner war als zuvor von mir gedacht, war die wunderbare Gemeinschaft mit den anderen Volontären. Neben dem „gemeinsamen an einem Strang ziehen“ bei der Arbeit waren auch die Nachmittagsaktivitäten mit viel Spaß, gemeinsamem erkunden der Inseln und tollen Gesprächen verbunden. Es war soo lustig und sehr interessant.

Der Tagesablauf im Projekt war in eine Vormittags- und eine Nachmittagsaktivität unterteilt. An vier Tagen in der Woche haben wir gearbeitet. Freitag haben wir in der Regel einen Ausflug an einen anderen Ort auf der Insel gemacht, wo uns die Zuständigen des Projektes mehr Informationen über die Insel und die Natur gegeben haben. Die wesentlichsten Aktivitäten waren u.a. mit der Machete invasive Pflanzen rausschlagen und diese dann auf einem Feuer entweder zu verbrennen oder bei schlechtem Wetter erst mal nur zusammentragen, Kaffeepflanzen auf einem vorbereitetem Gelände neusetzen oder eben Arbeit für die Gemeinschaft. Hinter "Arbeit für die Gemeinschaft" verbirgt sich Früchte aus dem nahegelegenen Wald zu sammeln (Zitronen, Orangen, Maracuja), die Mahlzeiten mit vorzubereiten, das Stationsgelände aufzuräumen, Reparatur- und Montagearbeiten durchzuführen usw.

Besonders schön war die Erfahrung mit den anderen Volontären. Ich habe viele neue Freundschaften geknüpft, wovon ich nicht ausgegangen bin und es war beeindruckend, zu sehen, wie viele Menschen sich auf der Welt für Umweltschutz und die weite Welt interessieren.

Natürlich habe ich auch viel von den besonderen Gegebenheiten der Galapagos-Inseln gelernt. Die aktuellen Probleme, die Geschichte, die Ideen und Wünsche der lokalen Bevölkerung und alles was sich um Flora und Fauna rankt, waren hochspannend.

 

Der Kontakt zu den anderen Teilnehmern und den Einheimischen war sehr gut. Auch das Land hat mir super gut gefallen und ich bin sehr gut mit der fremden Kultur zurechtgekommen.

Als Berufstätiger in Deutschland bin ich sehr stark von der Arbeit geprägt.. Es war eine wunderbare Erfahrung zu sehen, wie entspannt Ecuadorianer mit Arbeit und ihren persönlichen Interessen umgehen. Nicht nur Spaß nach der Arbeit sondern eben auch Spaß bei der Arbeit, alles mal relaxter sehen und mit Ruhe zu arbeiten, das war sehr bereichernd. Einzig der Bezug zu Gefahrenabschätzung hat mich manchmal verwirrt... ;-)

Über die Woche hinweg sind wir nach Arbeitsende meistens erst mal zum relaxen in die Hängematten gegangen. Nach dem Abendbrot haben wir uns dann zusammengesetzt und unterhalten, mehrere Male ein Lagerfeuer gemacht, Gitarre oder Spiele gespielt, in eine nahe gelegene  Bar zum Billard spielen gegangen oder wenn das Wetter gut war, einen Ausflug zu zwei nahegelegenen Flüssen mit Kaskaden gemacht und uns dort im kühlen Nass erfrischt. Hierbei waren meistens viele der Volontäre dabei.

Am Wochenende bin ich mit einer kleineren Gruppe, die sich im Verlauf gebildet hat, die anderen Inseln besichtigen gefahren (Mehrtages-Trip), einmal waren wir auch Schnorcheln (mit Haien) oder wir haben die Wochenendabende in dem Hafenstädtchen mit Bars, Restaurants und einer Disko genossen. Die tollen Strände muss ich noch erwähnen!

 

Der schönste Moment war das Schnorcheln mit den Haien. Sehr sehr viele schöne Momente gab es immer immer wieder mit den anderen Volontären und den gemeinsamen Aktivitäten. Ach jaa, wo wir gegen die Ecuadorianer Fußball gespielt haben und dann auch gewonnen haben, das war toll ;-)

Mein Fazit:

Es war eine sehr gute Entscheidung solch einen Auslandsaufenthalt zu machen und ich habe sehr viel gelernt. Ich würde diese Reise als Auftakt sehen und in meinem Leben gerne mehr diesbezüglich machen. Es war wunderbar!

 Meine Tipps:

Zukünftigen Teilnehmern würde ich empfehlen: Versucht euch in die Situation vor Ort einzufühlen und die anderen Gegebenheiten aufzunehmen. Die Erfahrung, die ihr machen könnt, wenn ihr euch darauf einlasst, ist einzigartig! :-) "

 

Erfahre mehr über das Projekt, das Christoph F. so begeistert hat: Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador