Umweltschutz in Ecuador

"z.B. pflanzten wir mit dem Nachbarsfarmer Kakao, Limonen oder Mandarinen"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

21.06.2016

Linda schrieb:

"Da mein Projekt ja im Urwald war, hatte ich es mir mit ganz viel Grün vorgestellt. Bei der Arbeit habe ich mir hauptsächlich Aufforstung vorgestellt. Dass wir tatsächlich mit Machete arbeiten würden, auf diese Idee wäre ich nie gekommen.

Ich habe in drei verschiedenen Stationen gearbeitet. An einem typischen Tag in Tena sind wir gegen 7.30 zum Botanischen Garten der Station gelaufen und haben dort dann die freitags geplanten Aufgaben erledigt, also u.a. Bananen, Ananas, Limonen, oder Yuca ernten, mit der Machete Unkraut stutzen oder neue Beete anlegen. In Congal gingen wir erst um 8.00 Uhr arbeiten. Hier war die Arbeit etwas vielseitiger, z.B. pflanzten wir mit dem Nachbarsfarmer Kakao, Limonen oder Mandarinen, bauten einen kleinen Spielplatz aus Baumstümpfen oder gingen fischen. Nach der Arbeit konnte man nach Tena fahren oder man ging im Fluss baden. Nach dem Abendessen ging man in die 5 Minuten entfernte "Dschungelbar" etwas trinken, redete oder spielte Karten. Oder man blieb in der Station und entspannte sich in den Hängematten.

Das Praktikum hat mich auf jeden Fall in meinem Wunsch Umweltschutz zu studieren bestärkt. Man konnte nur staunen, was gewisse Pflanzen alles bewirken können und dass noch lange nicht alle erforscht sind. Außerdem ist es ein unbeschreibliches Gefühl im Urwald zu stehen, um einen herum nur Grün und zu wissen, allein komm ich hier nicht mehr raus, denn es ist alles so groß und weit.

Ich fand die Einheimischen größtenteils sehr freundlich. Außerdem fand ich es sehr interessant mit ihnen zu reden, und ihre Lebens- und Denkweise genauer kennen zu lernen. Ich habe erfahren, dass man auch mit dem bisschen, was die Leute dort in unseren Augen besitzen, glücklich sein kann. Ich finde es schade, dass die indigene Kultur nach und nach verloren geht, denn ich denke diese Lebensart war mehr mit der Natur im Einklang, und ich finde es auch sehr schade, dass die Sprache Kichwa langsam ausstirbt.

Am Wochenende sind wir abends oft nach Tena Cocktailtrinken und dann in die Disko. Tagsüber haben wir oft Ausflüge gemacht und waren schwimmen in Lagunen mit Wasserfällen oder haben Tropfsteinhöhlen angeschaut. In Congal sind wir oft ans Meer oder nach Atacames oder Esmeraldas. Dort habe ich viel mit den einheimischen Jugendlichen unternommen, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Auch für die Sprache war das natürlich sehr von Vorteil. In Bunche haben wir auch mit einer Frau einige typische Rezepte gekocht, was ich auch sehr interessant und lustig fand.

Von Praktikawelten habe ich auf E-Mails schnell eine Antwort bekommen. Bei der Betreuung vor Ort fand ich den Transport vom und zum Flughafen und zum Busbahnhof gut, als ich zu meinem Projekt fahren musste. Auch die Information übers Projekt und einfach die Tatsache, dass man mit allen Fragen zum Team vor Ort gehen konnte, fand ich super. Einmal musste ich Monika anrufen, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich zum Flughafen gefahren werde, und sie obwohl sie frei hatte, hat sie sich da Zeit für mich genommen, was ich toll fand."

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