Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador

"Mein Tipp für dich: Reise so viel wie du kannst mit anderen Freiwilligen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

17.11.2008

Kristin schrieb:

"Vor meinem Abflug hatte ich mir eigentlich keine großen Erwartungen gemacht. Ich habe gehofft viele nette Leute, Spanisch und einen ganz anderes Land mit einer ganz anderen Kultur kennen zu lernen!!! Die Zeit in meinem Projekt war super!

Es ist zwar schon anders als ein Kindergarten hier zu Hause, aber trotzdem hat es mir total viel Spaß gemacht und ich habe die Zeit dort total genossen(mir war sie eher zu kurz). Mit der Erzieherin habe ich das volle Glückslos gezogen, weil ich mich richtig gut mit ihr verstanden habe und sie wirklich total lieb zu mir und auch zu den Kindern war.
Auch die Kinder haben sich total schnell an mich gewöhnt und waren vom ersten Tag an aufgeschlossen, süß und lieb. Klar gibt es immer ein paar die versuchen einem auf der Nase herum zu tanzen, aber das darf man einfach nicht mit sich machen lassen:). Man hat schnell gemerkt, dass jeder einzelne es einfach genossen hat Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ein typischer Arbeitstag begann bei mir mit dem viel zu frühen Aufstehen um halb 7. Wenn die Zeit nicht zu knapp war habe ich nach dem Duschen und fertig machen immer mit Miri (Zimmer- und Projektkollegin, und jetzt auch eine gute Freundin:)) gefrühstückt und dann sind wir schnell zum Bus gegangen. Wo wir mal länger und mal kürzer auf den Bus warten mussten (die kommen wann sie wollen). Nach einer ca. 40 minütigen Busfahrt waren wir dann in Mena 2 (meistens um kurz nach 8 Uhr), wo auch gleich unser Kindergarten war.
Dort habe ich mit der Erzieherin erst mal auf alle Kinder (in meiner Gruppe waren es insgesamt 17) gewartet. Oft waren schon ein paar da, mit denen ich im Forum dann ein bisschen rumgealbert habe.

So um halb 9 sind wir dann nach oben in unseren Raum gegangen und haben kleine Sachen gemacht, wie zum Beispiel Singen, weil es um 9 Uhr schon Frühstück gab. Vor jedem Essen sind wir vorher in den Waschraum gegangen und haben den Kindern die Hände gewaschen. Zum Frühstück gab es meistens ein warmes Getränk und ein kleines Brötchen. Ich habe Maricela (der Erzieherin) geholfen alles zu verteilen. Nach mit Frühstück waren wir fast immer auf dem Spielplatz des Kindergartens(dort gab es Schaukeln, Rutschen und Autoreifen zum Turnen). In dieser Zeit habe ich auch öfters alleine mit den Kindern gespielt.

Nach ca. 1 Stunde sind wir dann wieder in unseren Raum gegangen und haben gemalt, gebastelt, gespielt oder gelesen. Bis es um kurz vor 12 Uhr wieder in den Essenssaal zum Mittagessen ging. Zum Mittag gab es immer eine Suppe, eine Hautspeise(Reis oder Nudeln) und einen Nachtisch (Getränk oder Obst). Ich habe Maricela wieder geholfen alles zu verteilen und den Kindern beim Essen geholfen bzw. sie versucht zu beruhigen (war alles öfters ziemlich chaotisch). Nachdem alle Kinder aufgegessen hatten(was ziemlich lange gedauert hat), habe ich in der Küche des Kindergartens gegessen, habe dann Maricela noch kurz geholfen und bin meistens gegen 1 Uhr mit dem Bus wieder zurück gefahren und war ca. um 2 Uhr wieder zu Hause und hatte den restlichen Tag Zeit für Einkäufe, Telefonate, mit anderen Freiwilligen treffen, E-mails schreiben oder Ähnliches.

Ich habe sehr viele Erfahrungen für mich selbst gesammelt. Zum einen habe ich natürlich Spanisch gelernt, aber zum anderen habe ich gesehen wie offen einen die Menschen dort aufnehmen, ohne Vorurteil oder Hintergedanken. Besonders beeindruckt haben mich die Menschen, die kaum etwas besitzen und trotzdem total zufrieden mit dem sind was sie haben und fröhlich und glücklich durchs Leben gehen.

Den Kontakt, den ich zu Einheimischen hatte war für mich eigentlich nur positiv...ich wurde überall total offen und freundlich aufgenommen. In meiner Freizeit habe ich ganz viel mit anderen Freiwilligen gemacht. Am Wochenende wurde natürlich so viel gereist wie möglich war.

Die Arbeit von Praktikawelten fand ich super. Vor allem die Homepage und die Reiseunterlagen waren sehr gut. Bei Fragen stand mir immer telefonisch ein Mitarbeiter zur Verfügung , der sich für meine Fragen Zeit genommen hat. Mit den Informationen, die ich während dieser Telefonate bekommen habe, war ich total zufrieden. Die Einführung vor Ort fand ich total nett. Mir wurden alle wichtigen Punkte in der Umgebung gezeigt und viel erklärt.

Die Entscheidung für die Reise war auf jeden Fall die Richtige. Wenn ich mich gegen den Auslandsaufenthalt entschieden hätte, hätte ich es 100%ig bereut. Mich persönlich hat es viel selbstständiger gemacht und ich weiß die Sachen zu Hause viel mehr zu schätzen.

Mein Tipp für dich: Reise so viel wie du kannst mit anderen Freiwilligen. Am besten ist es in einer Gruppe selbst zu planen und einfach drauf los!!!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Kristin B. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador