Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador

"Meine Erfahrung war, dass kleine Kinder ganz großes Glück sein können"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von (25 Jahre)

08.06.2010

Julia schrieb:

"Je mehr ich gesehen habe, desto mehr habe ich mich in Land und Leute verliebt. Schlussendlich hat es mir sehr gut in Ecuador gefallen. Ich denke, dass dieser Auslandsaufenthalt mit Praktikawelten sehr viel zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen hat.

Ich habe meistens am Morgen gegen 8:00 mit der Arbeit im Kindergarten begonnen. Zu dieser Zeit fanden sich die Kinder nach und nach im Kindergarten ein und ich habe viel mit den Kindern gespielt (malen, puzzeln, Ballspiele). Um ca. 9:30 ging es dann mit den anderen Kindergartengruppen in den Speisesaal, um Obst zu essen und die "Guten-Morgen-Milch" zu trinken. Da wir uns grad in der Vorweihnachtszeit befanden, wurde anschließend oft getanzt und somit gleichzeitig für eine Vorführung  für Weihnachten geübt und für die Eltern gebastelt. Gegen 12:00 oder 12:30 haben sich dann wieder alle Gruppen zum Mittagessen im Speiseraum eingefunden. Nach dem Mittagessen legten sich die Kinder zum Mittagsschlaf hin. Mein Dienst endete mit Beginn des Schlafes.

Unterkunft und Sprachkurs haben mir gut gefallen und auch der Kontakt zu anderen Freiwilligen war gut. Zu Beginn hatte ich allerdings nicht viel mit Einheimischen zu tun.  Am Anfang ist man eben meistens noch vom Freiwilligenhaus in die Schule und zurück gegangen. Da hatte man wenig Kontakt zu Einheimischen. Zum Quitofest konnte ich allerdings mit anderen aus unserer Sprachschule mitten unter Einheimischen feiern, was sehr schön war. Wenn man abends ausgegangen ist, fand sich schnell Kontakt zu den Einheimischen. Ich mag es zu tanzen und die Sudamerikaner ebenfalls. Egal wo ich war, waren die Bewohner immer sehr freundlich und hilfsbereit und kleinere Kinder sind immer sehr neugierig auf mich zu gekommen.

In meiner Freizeit habe ich außerdem gerne an den Kursen teilgenommen, die durch Praktikawelten organisiert worden sind. So zum Beispiel auch der Koch- und Cocktailkurs. Am Wochenende fanden oft Fahrten zu benachbarten Städten oder Gebieten statt.

Die Kommunikation mit Praktikawelten per Mail fand ich gut. Dass ich mich so schnell und unkompliziert via Internet anmelden konnte und auch immer meine Fragen sehr zeitnah beantwortet wurden. Die Unterbringung und die Abholung vom Flughafen in Quito fand ich auch gut.

Meine Erfahrung war, dass kleine Kinder ganz großes Glück sein können. Das man gar nicht viele materiellen Dinge braucht, um glücklich zu sein. Wenn man die Erziehungsmethoden in Ecuador mit den deutschen vergleicht, stellt man fest, dass dies eigentlich gar nicht möglich ist. In Deutschland wird viel auf die Bildungs- und Schulsysteme geschimpft. Nach dem Volontariat ist mir bewusst geworden, wie weit fortgeschritten Deutschland bereits in  der pädagogischen Erziehung ist."

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