Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador

"Ich war gespannt darauf, eine völlig neue Kultur kennenzulernen"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

02.02.2009

Greta schrieb:

"Ich war gespannt darauf, eine völlig neue Kultur kennenzulernen. Mir war zwar klar, dass ich in eine "andere Welt" reisen würde; dass ich mich dort jedoch so zuhause fühlen würde, hatte ich nicht gedacht. Meine Zeit im Projekt war sehr schön.

Ich arbeitete in einem Kindergarten, in dem Hilfe mehr als notwendig war. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, hier hat meine Arbeit wirklich Sinn gemacht und ich hatte viel Spaß dort.

Meine Unterkunft hat mir gut gefallen, den Sprachkurs fand ich super.

Mein Tagesablauf sah in etwa so aus:
06:00 aufstehen
06:45 aus dem Haus, um dann um 8 im Projekt anzukommen
08:00 - 13:00 Arbeit im Projekt
14:00-16:00 zusätzliche Spanischstunden in der Sprachschule
17:00 Salsakurs
19:00 zu Hause, essen
21:00 Bar, Disco...:)

Ich habe viele neue Eindrücke erhalten. Es fiel am Anfang schwer, mit der Armut und der hohen Kriminalität zurechtzukommen. Aber auch die Mentalität, einfach alles ist irgendwie anders. Genau das macht es aber auch so spannend und erweitert den eigenen Horizont.

Zu den anderen Freiwilligen und zu den Einheimischen hatte ich sehr guten Kontakt. Auch mit der fremden Kultur bin ich sehr gut zurecht gekommen. Die Ecuadorianer sind sehr offen und unkompliziert. ich habe mich schnell an diese sehr angenehme Art gewöhnt und mir eigentlich eher wieder schwer getan, als ich zurück in Deutschland war...:)

Abends sind wir öfters zusammen mit anderen Volunteers oder Ecuadorianern weggegangen. In meiner Freizeit und an den Wochenenden habe ich sehr viel unternommen. Ich habe kaum ein einziges Wochenende in Quito verbracht, obwohl ich die Stadt wirklich mochte. Trotzdem bietet es sich einfach an, mit dem Nachtbus z.B. an die Küste oder in den Süden zu fahren. Reisen ist wie vieles in Ecuador sehr unkompliziert, was es uns ermöglicht hat in kurzer Zeit "das ganze Land zu sehen."

Die Arbeit von Praktikawelten schätze ich gut ein. Besonders positiv fand ich die praktischen Tipps und die freundlichen und kompetenten Mitarbeiter am Telefon.

Die Betreuung durch das Team vor Ort war gut. Probleme konnten meistens im Volunteerbüro besprochen und auch gelöst werden. Besonders gut gefallen hat mir die persönliche Unterstützung durch meine Lehrerin, was wohl aber eine Art "Glücksgriff" war:)
Im Allgemeinen hatte man nie das Gefühl alleine gelassen zu werden, da das gesamte Team der Schule immer angesprochen werden konnte.

Für mich war der Auslandsaufenthalt auf jeden Fall eine gute Entscheidung, ich konnte mir meinen Traum Südamerika zu bereisen früher erfüllen, als ich es je gedacht hätte. Der Aufenthalt in Ecuador hat meinen Blickwinkel erweitert, mir ein bisschen Abstand zu meinem eigenen Leben gegeben. Ich glaube, dass interkulturelle Erfahrungen wie diese unheimlich wichtig sind, um ein besseres Verständnis für die Welt zu bekommen.

Kleiner Tipp: Seid offen! Was vielleicht auf den ersten (deutschen) Blick aufdringlich wirkt, ist vielleicht nur eine Freundlichkeit, wie wir sie hier nicht kennen."

Erfahre mehr über das Projekt, das Greta P. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador