Unterrichten in Heredia in Costa Rica
natur

"Hört auf euer Bauchgefühl."

  • Freiwilligenarbeit
  • Costa Rica
  • 7 Wochen

Erfahrungsbericht von

Marie schrieb:

Meine Betreuung durch den Ansprechpartner vor Ort:

Annia, die für die Betreuung der Freiwilligen da ist, hat uns sehr gut auf unser Projekt vorbereitet und sich währenddessen auch gut um uns gekümmert. Als ich zwischenzeitlich aufgrund von einer Masern-Krankheit von vielen Kindern in der Schule nicht arbeiten gehen konnte, wurde ich sofort informiert und gebeten zum Wohl meiner eigenen Gesundheit zu Hause zu bleiben. Also nochmal ganz allgemein, eine wirklich gute Betreuung.

Mein Projekt:

In der öffentlichen Schule in Guararí konnte ich 2 Lehrer beim Englisch-Unterricht unterstützen und so einen Einblick in das Schulsystem, die Kindererziehung und die Umstände speziell in Guararí gewinnen. "Teacher" Silvia und "Teacher" Roberto haben mich super in ihren Unterricht eingebunden und mich aktiv beim Unterrichten der Kinder teilhaben lassen. Einige meiner Aufgaben waren unter anderem das Helfen beim Bearbeiten von Aufgaben, Einführung von neuem Lernstoff, Erklären von Aufgaben und Korrigieren von diesen. Die Atmosphäre war super, die Kinder unglaublich herzlich und dankbar. Neben diesen Erfahrungen, dich mich einiges gelehrt haben, bin ich auch dafür dankbar, dass ich einen Einblick in eine der ärmsten Gegenden in der Provinz Heredia gewinnen konnte. Es hat mir vieles über Dankbarkeit, gesellschaftliche Ungerechtigkeit und soziale Werte gezeigt. Vor allem aber darüber, dass es unglaublich wichtig ist, die Kinder in Guararí weiter zu unterstützen. Durch die Freiwilligen im Unterricht wird den Lehrern gut geholfen und die Kids freuen sich auch sehr.

Mein Tagesablauf:

Meine Arbeitswoche ging nur von Montag bis Donnerstag. In dieser Zeit habe ich meistens so gegen 7.30 Uhr das Haus verlassen nachdem ich mit meiner Gastmutter gefrühstückt habe. Nach einem 20-minütigen Fußmarsch habe ich dann den Bus erreicht, der mich in 15 Minuten zu meiner Schule gebracht hat. Um 8.30 Uhr hat dann der Unterricht begonnen. Um 11.10 Uhr war mein Tag in der Schule auch schon vorbei ( 2 Doppelstunden, je 70 Minuten) und ich habe den Bus zurück in die Innenstadt von Heredia genommen. Danach habe ich zu Mittag gegessen und bin meist in die Sprachschule gegangen und habe an einigen Angeboten teilgenommen oder Sport gemacht. Um 18 Uhr habe ich dann mit meiner Gastfamilie zu Abend gegessen.

Meine Freizeit:

In meiner Freizeit habe ich meistens an den super Angeboten der Sprachschule teilgenommen. Jeden Tag gab es super Angebote: von Tanzkursen bis Zumba, Yoga und kulturellen Touren. Oder mich mit Freunden getroffen, die ich meist in der Sprachschule kennengelernt habe. Bei Intercultutra/ der Sprachschule ist es auch super, dass man durch die Tanzkurse oder allgemein dadurch, dass die Ticos dort auch Unterricht oftmals in Englisch nehmen, in den Kontakt mit Einheimischen kommt. So wird natürlich auch das Spanisch gut verbessert.

Meine Erfahrungen mit der neuen Kultur:

Viele, dadurch, dass man mit einer Familie wohnt, war es natürlich eine hautnahe Erfahrung. Allgemein sind die meisten super lieb, offen und herzlich. Die Herzlichkeit ist zu spüren, indem die Leute viel wärmer miteinander umgehen, obwohl man sich nicht so gut und näher kennt. Fast überall waren die Menschen sehr hilfsbereit und natürlich spricht die Grußformel "Pur Vida" auch schon für sich. Das "lockere" was die meisten Menschen in der Umgangsweise begleitet, ist erfrischend und dies werde ich in Deutschland missen.

Meine schönsten und ungewöhnlichsten Momente:

Definitiv viele mit Tieren. Als man zufällig tropischen Tieren bei Ausflügen begegnet ist, wie Faultieren oder Leguanen. Oder als wir abends in eine Tanzbar gegangen sind und dort das Rhythmusgefühl der Lateinamerikaner bestaunen konnten und unser selber bei Salsa oder Bachata ausprobieren konnten, oder an sich lehrreiche Gespräche mit meiner Gasometer oder Einheimischen, Freunden aus aller Welt.

Mein Fazit:

Auf jeden Fall. Jede Erfahrung oder jedes Erlebnis bringt einen weiter. Jeden Tag mit neuen Dingen konfrontiert zu sein, fordert einen unglaublich und lehrt einen unglaublich viel, gerade in einer so anderen Umgebung. Ich bin dankbar für alles, was ich mitnehmen konnten und über mich selbst und die Gesellschaft gelernt habe.

Tipps für zukünftige Weltenbummler:

Lasst auf euch die Erfahrung ein, seid offen und neugierig, Die Erfahrungen kann euch keiner nehmen und es bringt einen weiter. Man lernt sich einfach besser kennen und lernt vieles schätzen. Hört auf euer Bauchgefühl, vor allem wenn ihr ein Land und das Projekt aussucht, aber ich denke man kann mit keinem der Angebote von Praktikawelten etwas falsch machen!

Affe isst

Erfahre mehr über das Projekt, das Marie H. so begeistert hat: Unterrichten in Heredia in Costa Rica