Sozialarbeit mit Kindern in Chile

"Die Kinder waren sehr offen und haben viel mit mir gesprochen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Chile
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

08.07.2012

Lena schrieb:

"Vor meiner Arbeit habe ich mir das Land sehr vielseitig vorgestellt, denn im Norden ist die Atacama Wüste und im Süden Patagonien. Da ich eine Bekannte aus Santiago habe wusste ich, dass es dort sehr viel Smog gibt. Weil sie sehr offen und herzlich ist, dachte ich mir, dass die Chilenen vielleicht auch offen sind.

Die Kinder waren sehr offen und haben viel mit mir gesprochen. Die Tias, die dort gearbeitet haben, waren auch alle sehr nett und offen und haben sich sehr viel Mühe gegeben, dass ich mich wohl fühle.

Die Kinder tragen dort nicht nur in der Schule Uniformen, sondern auch im Kindergarten. In der Schule finde ich das angemessen, denn in Chile gibt es viele verschieden soziale Schichten und so sehen alle gleich aus, aber für mich als Deutsche ist es im Kindergarten gewöhnungsbedürftig.

Beim Mittagessen gab es dann meistens breiiges Essen und manche konnten noch nicht richtig mit dem Löffel umgehen. Mir ist generell aufgefallen, dass die Chilenen sehr viel Zucker konsumieren.

Zusammenfassend fand ich es gut mal zu sehen, wie ein Kindergarten in einem anderen Land ist und habe gemerkt, dass es eben nicht überall gleich ist.

Ich bin morgens aufgestanden und habe erstmal geduscht. Danach habe ich gefrühstückt und mein Geschirr anschließend abgespült. Danach bin ich in den Kindergarten gegangen. Nach dem Kindergarten habe ich mich immer mit einer Freundin in der Stadt getroffen. Wir haben uns zusammen die Stadt angeguckt, waren Shoppen oder haben einfach in einem Park gesessen.

Abends gegen 19:00 Uhr oder 19:30 Uhr haben wir alle gemeinsam mit der Familie gegessen und vom Tag erzählt. Anschließend habe ich immer meiner Gastmutter beim Abwasch geholfen und danach haben wir manchmal noch einen Film geguckt oder sind ins Bett gegangen. Die Unterkunft hat mir im Gesamten sowieso sehr gut gefallen.

Mir sind sehr viele Unterschiede zwischen den Kindergärten in Chile und Deutschland aufgefallen. Außerdem habe ich einiges über das Schulsystem gelernt und denke, dass in Chile noch viel am Bildungssystem geändert werden muss.

Mein Kontakt zu den anderen Teilnehmern war sehr gut. Das Land hat mir auch super gefallen und mit der fremden Kultur bin ich einwandfrei zurechtgekommen.

Da ich in einer Gastfamilie gewohnt habe, hatte ich keine Probleme Einheimische kennenzulernen. Die Chilenen sind unwahrscheinlich offen, herzlich und hilfsbereit. Einmal stand ich mit einer Freundin in der Metrostation mit einem Stadtplan, weil wir nicht wussten, welchen Ausgang wir nehmen sollten und dann hat ein älteres Ehepaar einen jüngeren Mann zu uns geschickt, der Englisch konnte, um uns zu helfen. Egal wo man ist, es wird einem immer freundlich geholfen. Allerdings geben die Chilenen auch nicht zu, wenn sie den Weg nicht wissen und sagen einem dann trotzdem, wo man lang laufen soll und dann kann es sein, dass man ganz woanders rauskommt. :-)

Außerdem feieren die Chilenen gerne Partys. Bei uns im Haus waren ständig spontane Partys oder aus einem Asado (Grillen) wurde anschließend eine rießige Party.

Wer gerne Avocado isst, ist in Chile genau richtig, denn dort gibt es fast zu jedem Essen Avocado. :-)

Ich bin von der offenen und herzlichen Art der Chilenen sehr beeindruckt und würde jedem empfehlen nach Chile zu reisen und seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Der lustigste Moment war, als meine Freundin in La Serena einen geliehenen kleinen Koffer die Treppe runter gezogen hat und der Griff abgebrochen ist.

Mein schönster Moment waren die 3 Tage auf der Osterinsel, denn damit hatte ich mir einen Traum erfüllt. Wenn man die Moais endlich mal live sieht und die ganzen Geschichten erfährt, ist es noch viel beeindruckender, als wenn man das alles nur im Fernsehen sieht.

Der Kontakt per Email mit Praktikawelten, die Reiseunterlagen und die Erreichbarkeit bei Fragen und Problemen waren allesamt sehr gut.

Mein Fazit:

Ich fande es sehr gut an einem solchen Auslandsaufenthalt teilzunehmen. Erstens hatte ich die Zeit und es ist auch mal gut etwas anderes zu sehen.

Ich schätze jetzt viele Luxusgüter umso mehr und denke, dass ich auch offener und hilfsbereiter geworden bin, weil ich diese Art der Chilenen so beeindruckend fand."

Erfahre mehr über das Projekt, das Lena M. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Chile