Sozialarbeit mit Kindern in Argentinien

"In diesem Moment war ich richtig glücklich, ich war einer von ihnen!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Argentinien
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

02.07.2011

Marion schrieb:

"Mein schönster Moment war, als ein Argentinier mir seinen Mate-Becher und seine Kanne mit dem heißen Wasser gab und mich fragte, ob ich den Mate ausgeben möchte. In diesem Moment war ich richtig glücklich, ich war einer von ihnen!

Mir ist aufgefallen, dass die Kinder in Argentinien schon mit 4 Jahren anfangen relativ viel zu lernen, was ich z.B. erst in der Grundschule gelernt habe. Auch dachte ich, dass es dort um einiges gefährlicher ist als hier in Deutschland. An sich stimmt das auch, aber solange man aufmerksam ist, passiert einem auch nichts.

Während der Schulzeit war ich bis 13 Uhr in der Schule, danach hatte man freie Einteilung, was man machen wollte. Zuerst hatte ich von 11 - ca. 15 Uhr Projekt. Dort gab es um 12:30 almuerzo, danach wurde gespielt, gewickelt, die Babys gefüttert und gewickelt, die Kleinen schlafen gelegt. Gegen 16:30 wurde wieder in zwei Gruppen unterrichtet. Ich war bei allem dabei und durfte helfen, wo ich konnte. Natürlich musste ich viel nachfragen, weil ich noch keine Erfahrung mit Kindern hatte, aber die kam mit der Zeit.

Ich habe in meiner Arbeit das erste Mal ein Baby gefüttert, ihm die Flasche gegeben, Windeln gewechselt. Außerdem musste ich zum ersten Mal zwischen streitenden Kindern vermitteln und "richten" über den, der den anderen geärgert hat. Es waren ganz neue Erfahrungen für mich, weil ich noch nie mit so kleinen Kindern gearbeitet habe und somit auch noch nie die entscheidende Stimme hatte. Die Kinder fragen ja wegen fast allem und nun musst du entscheiden, in wie weit du ihnen etwas erlauben darfst bzw. in wie weit etwas richtig ist. Außerdem war ich das erste Mal mit so jungen Menschen auf Exkursion im Zoo und habe mitbekommen, wie vorsichtig man sein muss, wenn man mit so vielen Kleinen unterwegs ist. Es ist gar nicht so einfach, alle beisammen zuhalten.

Die Einheimischen ist wahnsinnig nett und hat einen sofort super aufgenommen. Ich habe mich sehr wohl zwischen ihnen gefühlt! So habe ich auch die verschiedenen Traditionen kennengelernt, z.B. wie man Mate-Tee trinkt. Auch hat man viel über die Reisemöglichkeiten in Argentinien gelernt und vor allem über die Wichtigkeit der Familie. Man hat das gesamte Alltagsleben kennengelernt mit all seinen Gefahren und Schönheiten. Es war sehr toll!

Am Abend haben wir viele verschiedene Sachen unternommen. Mal eine DVD gesehen oder zusammen gekocht. Oder wir waren im Kino, in der Stadt etwas es oder in einer Bar. Die Stadt bietet wirklich viel, was einem gefällt, zumal man auch ganz neu ist und noch alles erkunden muss. Am Wochenende haben wir viel unternommen. Wir waren wandern, in Nachbarstädten oder in den Salzwüsten. Bei einem Land wie Argentinien hat man viel zu entdecken.

An der Betreuung durch Praktikawelten hat mir besonders gut gefallen, dass die Mitarbeiter auch persönlich für mich da waren in ihrem Büro in München. Die Organisation und Vorbereitung waren in Ordnung. Vor Ort fand ich gut, dass eine deutschsprachige Person vor Ort war und der Rest aber aus Argentinien stammt. Die Betreuer waren sehr hilfsbereit im Organisieren von Reisen übers Wochenende."

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