Reittherapie in Argentinien
Pferde auf der Koppel in Argentinien

"Mein Aufenthalt in Argentinien hat mich sicherlich nicht nur im Sinne des kulturellen Verständnisses weitergebracht"

  • Freiwilligenarbeit
  • Argentinien
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

Alina schrieb:

 

Mein Tagesablauf:

"Da mein Projekt erst nachmittags startete, hatte ich vormittags viel Zeit für Erledigungen, Bummeln durch die Stadt oder Besichtigungen, bzw. für ein paar extra Spanischstunden in der Sprachschule. Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg zum Projekt, das ca. 45min mit dem Bus entfernt zu erreichen war. Dort holte mich mein Chef von der Bushaltestelle ab und wir fuhren zum Projekt. Dort haben wir meistens die Pferde für die Reitstunden vorbereitet und diese dann entweder unterstützt oder sogar selbst gehalten. Wenn an manchen Tagen keine Kinder da waren, weil zB das Wetter zu schlecht war, durften wir auch selbst die Pferde reiten, weil sie bewegt werden mussten. Am Abend haben wir Freiwillige meistens noch etwas gemeinsam unternommen oder haben zusammen gekocht.

Meine Freizeit:

In meiner Freizeit habe ich mir Cordoba angesehen, mit den Argentiniern aus meinem Studentenwohnheim Mate getrunken, wir sind ins Kino gegangen usw... Einmal hatte ich die Gelegenheit, ein Wochenende in der Stadt Salta zu verbringen, von wo aus ich sehr beeindruckende Touren in die Anden gemacht habe.

Meine Erfahrungen mit der neuen Kultur:

Argentinier sind sehr offen und interessieren sich dafür, woher man kommt und wieso man nach Argentinien gekommen ist. Viele sind beeindruckt von dem Mut, so weit aus Europa anzureisen. Insgesamt würde ich sie als sehr offen und entspannt beschreiben, es gibt nichts, was stressig genug ist, sodass man währenddessen nicht noch Zeit hat, gemeinsam Mate zu trinken.

Meine schönsten und ungewöhnlichsten Momente:

Mein schönster Moment war, als ich bei meinem Trip nach Salta meinen Rucksack mit all meinen Ausweisen und Sachen im Kofferraum eines Reisebus vergessen hatte, und es erst lange, nachdem ich wieder zurück im Hotel war, bemerkt hatte. Nach vielem Bangen und etlichen Telefonaten hat mir der Busfahrer, der sich glücklicherweise an mich erinnern konnte, den Rucksack zum Hotel zurückgebracht. Ich war ihm unendlich dankbar.

Meine Tipps für zukünftige Weltenbummler:

Ich kann jedem empfehlen, der einen Auslandsaufenthalt machen möchte, sich gut über das Projekt, das Land und die Kultur zu informieren, aber dennoch nicht mit zu gefestigten Voreinstellungen in die Sache hineinzugehen, da doch meistens alles anders kommt. Offenheit und Spontanität sind da von Vorteil und man wird sicher mit einer größeren Portion davon zurückkehren.

Mein Fazit:

Mein Aufenthalt in Argentinien hat mich sicherlich nicht nur im Sinne des kulturellen Verständnisses weitergebracht, sondern hat mir auch viel über mich selbst gelehrt. Besonders schätzen gelernt habe ich allerdings die Entspanntheit der Argentinier und die Einstellung, dass es ganz normal ist, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappen, von der ich mir auch etwas mit nach Hause genommen habe."

Erfahre mehr über das Projekt, das Alina A. so begeistert hat: Reittherapie in Argentinien