Humanmedizin in Argentinien

"Argentinien ist wirklich ein wunderschönes Land, es gibt soviel zu sehen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Argentinien
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

18.04.2009

Kristin schrieb:

"Anfang Januar durfte ich dem kalten Winter in Deutschland entfliehen und habe mich auf den Weg nach Córdoba in Argentinien gemacht. Natürlich war ich ein wenig nervös, weil ich noch nie länger im Ausland war und ich habe mir oft vorgestellt, wie es wohl sein würde so viele tausend Kilometer von zuhause entfernt.

Ich begann um 8 Uhr morgens auf meiner Station, der kardiologischen Intensivstation, zu arbeiten. Der Arbeitstag begann meistens mit einer der unzähligen Materunden und endete auch mit einer solchen und zwischendurch wurde man von den Ärzten und Schwestern auch immer wieder zum Mate eingeladen. Mate ist wirklich das Lebenselexier der Argentinier.
Normalerweise bin ich jeden Tag bei der Visite mitgegangen. Oft habe ich mit einem anderen Praktikanten, EKGs geschrieben, Patienten auskultiert und sonstige kleinere Untersuchungen gemacht.

Die Arbeit im Krankenhaus hat mich aus verschiedenen Gesichtspunkten weiter gebracht. Zum einen habe ich einige wichtige Dinge gelernt, wie zum Beispiel Blut abnehmen oder ein EKG ableiten, was natürlich bei weiteren Famulaturen von Vorteil ist.
Dennoch denke ich, dass es für mich viel bedeutender war zu sehen, wie ein Krankenhaus in Argentinien funktioniert und wie die medizinische Versorgung in Argentinien so ist - denn ohne Frage - auch wenn Argentinien sicherlich kein "dritte Welt Land" ist, die hygienischen Bedingungen und auch die technischen Mittel, die den Ärzten dort zur Verfügung stehen, sind weitaus schlechter als die Bedingungen in Deutschland.

Die Ärzte waren aber immer freundlich und haben uns soviel wie möglich zu erklären versucht und ich fand es schon angenehm in einer so herzlichen Atmosphäre mein Praktikum zu machen, auch wenn mich die Bedingungen hin und wieder schockiert haben.

In meiner Freizeit habe ich mich öfter mit anderen Freiwilligen aus meinem Kurs getroffen, war mit meiner Mitbewohnerin shoppen oder ich habe mir Córdoba alleine angeschaut, denn auch noch nach zwei Monaten gab es immer wieder neue Ecken zu entdecken.
An den Wochenenden bin ich am liebsten auf Reisen gegangen, wobei das angesichts der riesigen Entfernungen in diesem Land schon recht anstrengend ist. Trotzdem hat sich jede einzelne Reise gelohnt!
Argentinien ist ein so wunderschönes Land mit so vielen Facetten. Ich plane in Gedanken schon meinen nächsten Aufenthalt.

Und hier ist meine persönliche Topfive-Liste meiner schönsten Momente!
- meinen neuen Studienplatz bei einem OpenAir Konzert von
  Manu Chao zu feiern
- hoch zu Ross in der argentinischen Sonne durch die Sierras von
  Córdoba zu reiten
- die Wasserfälle von Iguazu
- am Fuß des Aconcagua zu stehen
- mit guten Freunden auf einer Dachterrasse in Buenos Aires das
  beste selbstgebratene Schnitzel der Welt zu essen

Die Organisation von Praktikawelten hat mir gut gefallen, ich hatte immer das Gefühl dass mir bei Problemen sofort geholfen wurde. Die Betreuung in Argentinien durch Ana und Sara in Córdoba war zu jedem Zeitpunkt 1a.
Wenn wir irgendwo hin verreisen wollten, brauchten wir nur anrufen und sie haben für uns die Tickets bestellt. Am ersten Tag in der Sprachschule haben wir eine Einführung über die Sicherheitslage vor Ort bekommen, was natürlich wichtig war. Von unseren Lehrerinnen wurden wir noch in Alta Córdoba und im Zentrum herumgeführt!

Ich bin wirklich froh, dass ich die freie Zeit, die ich gezwungener Maßen durch meine Studienpause hatte, so gut genutzt habe.
Argentinien ist wirklich ein wunderschönes Land, es gibt soviel zu sehen und ich bin froh wenigstens einen Teil gesehen zu haben. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und darüber hinaus gelernt, mich in einer anderen Kultur zu Recht zu finden. Ich habe gesehen, wie der Krankenhausalltag in einem südamerikanischen Land abläuft und zudem noch einige Dinge gelernt, die mir im Studium sicher weiterhelfen werden. Außerdem kann ich nun in den Urlaub nach Spanien oder Südamerika reisen und mich dort gut verständigen... was will man mehr...!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Kristin K. so begeistert hat: Humanmedizin in Argentinien