Humanmedizin in Argentinien

"Ich bin froh, die Sprache gelernt und ganz besondere Leute getroffen zu haben!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Argentinien
  • 12 Wochen

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

2017-07-03

Charlotte schrieb:

"Morgens um halb acht bin ich zur Bushaltestelle gegangen und bin dann nach ca. 15 Minuten Fahrt am Krankenhaus angekommen. Dort habe ich von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr gearbeitet und bin danach nach Hause gefahren, um etwas zu essen. Den Nachmittag über habe ich meistens entspannt oder mit den anderen etwas unternommen.

Wir sind durch Córdoba gewandert, im Park spazieren gegangen und an den Wochenenden auf den Markt gegangen. Ab und an war ich in der Sprachschule und habe an Aktivitäten, wie Kochkursen etc. teilgenommen.

Die Argentinier sind wesentlich unorganisierter als Deutsche. Dementsprechend sind sie aber auch viel gelassener und humorvoller. Sie zeigen sich Ausländern gegenüber unglaublich herzlich, stellen Fragen und heißen einen willkommen. Und wenn man sie beim fünften Versuch immer noch nicht versteht, wiederholen sie alles nochmal. Insgesamt sind sie religiöser als Deutsche und patriotischer. Kaum jemand spricht dort Fremdsprachen, noch nicht einmal gutes Englisch am Flughafen.

Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung ins Ausland zu gehen. Ich bin froh, die Sprache gelernt und ganz besondere Leute getroffen zu haben! Das Praktikum war zwar gut, hat mir aber letzten Endes gezeigt, dass Medizin nicht das ist, was ich mal machen möchte. Diese Erkenntnis ist auch schon viel wert!

Mein Rat an dich ist, dass es zwar wichtig ist Sicherheitshinweise ernst zu nehmen, es aber noch kein Grund ist, Angst zu haben. Ich habe teilweise die Erfahrung gemacht, dass viel, was in Deutschland als gefährlich benannt wird, vollkommen entspannt ablaufen kann (z.B. Essen auf der Straße, generell nur geschältes Obst essen, bloß nicht von Mücken stechen lassen usw.). Klar, diese Regeln haben ihren Sinn und passieren KANN immer etwas. Mir haben all diese Warnungen teilweise unnötig Angst gemacht. Habt diese Dinge im Auge, aber macht euch nicht verrückt. Es passt schon alles irgendwie. Wenn ihr Hilfe braucht, könnt ihr immer jemanden fragen."

Ausritt mit dem Pferd in wunderschöner Landschaft in Argentinien

Erfahre mehr über das Projekt, das Charlotte R. so begeistert hat: Humanmedizin in Argentinien