Farmstay in Neuseeland

"Freut euch auf das Leben, die Leute, viele Erfahrungen und eine geile Zeit!!!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Neuseeland
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

07.02.2013

Lisa schrieb:

"Ich habe mit anderen Verhältnissen gerechnet, da Costa Rica trotz zwar eine Tourismusdestination aber zugleich immer noch ein Entwicklungsland ist. Meine Vorstellung von meiner Reise war, dass ich nach Costa Rica fahre mit dem Schwerpunkt auf meiner Freiwilligenarbeit und dass ich mit den Schülern meiner Schule ein richtiges Verhältnis aufbaue und sie meine Hilfe brauchen. Ich wollte Spanisch lernen um mich mit jemanden unterhalten zu können und für die Arbeit dann in der Schule, aber habe nicht erwartet, dass ich dort jetzt den ganzen Tag Spanisch sprechen kann/will.

Ich habe die perfekten Leute getroffen und wir sind in Samara zu einer großen Familie geworden. Außerdem hab ich mich super mit meinem Mitbewohner und unserer Gastfamilie verstanden. Wetter, Strand, Meer und ´Pura Vida´ hat natürlich auch dazu beigetragen ;)

Während meiner Sprachschulzeit:vormittags Schule:
7 Uhr aufstehen, gefrühstückt, mit meinem Fahrrad in die Schule gedüst, meist war es da schon extrem heiß, Unterricht gehabt, Mittag gegessen /selber gekocht oder was gekauft- Früchte , Ciabatta mit Quese Crema, Nachos mit Käse und Avocado- es gibt so viel leckeres :-)und dann am Strand gechillt. Nachmittags Schule: Soweit gleich, nur dass ich in der Früh bisschen länger schlafen konnte;) während meiner Arbeit: Da musste ich schon den Bus um 7 Uhr nehmen, also bisschen früher aufstehen, was aber kein Problem war, da es schon so schön warm und sonnig war und das Leben generell schon recht früh los geht. (Um 5 Uhr wurden ich manchmal von lautem Lärm von Motorrädern, Autos oder bellenden Hunden geweckt). 10 Minuten mit dem Bus, 20 Minuten noch laufen, dann meist 4-5 Stunden in der Schule, danach bin ich Heim getrampt – das ist kein Problem in Costa Rica;) Dann war ich spätestens gegen 2 wieder am Schulgelände , wo man alle immer getroffen hat:)

Ab 5 abends gabs dann immer Programm: Salsa tanzen, Zumba, Yoga, Artesania oder Kochen. Mittwochabend haben wir immer Fußball gespielt im Dorf nebenan:)

Danach ging es Heim, duschen, Abendessen! Mit der Gastfamilie ein Schwäzchen halten und danach wieder ab ins Zentrum zu den anderen;)

Ich habe das Schulsystem von einem Entwicklungsland kennenglernt und konnte erfahren wie es ist 11 Kindern von 6 unterschiedlichen Klassenstufen in einer Klasse zu haben. Neben der Erfahrung als Lehrer vor der Klasse, habe ich gesehen, dass es weitaus mehr Arbeit neben dem Unterricht gibt. (Hausaufgaben korrigieren, Unterricht vorbereiten, Organisatorisches)

Die Leute aus Costa Rica sind unglaublich gelassen. Pura Vida ist wirklich verbreitet, zum Einen ist es positiv, da man sich nicht so stresst oder Hektik hat. Aber es kann auch mal nervig sein, wenn man 20 min an der Kasse steht obwohl man nur eine Milch braucht;) Reis mit Bohnen jeden Tag, früh und abends, klingt erschreckend und ist kalorienreich:D, aber auch sehr lecker. Hab mich selbst nach 2 Wochen schon immer auf Gallo Pinto (typisches Frühstück in Costa Rica- Reis mit Bohnen mit Zwiebeln angebraten) gefreut- ebenfalls perfektes Katerfrühstück ;)

Abends haben wir uns meistens im Zentrum getroffen, Lagerfeuer gemacht, sind was trinken gegangen- an traumhaften Bars direkt am Strand, haben Filme geschaut oder sind auch mal Feiern gegangen (Montag und Donnerstag ist immer Ladiesnight;))

Am Wochenende sind wir meistens weggefahren(nach Montezuma, Monte Verde, Rio Celeste). Haben auch andere Strände besucht. Meistens mit dem Fahrrad, aber einmal mit dem Trucker meines Gastvaters, was dann zu einem richtigen Erlebnis wurde, da wir eine riesen Schildkröte gesehen haben und das Auto nicht mehr ansprang. Nach Schieben und weiteren erfolglosen Versuchen mussten wir von einem Bekannten abgeholt werden. Natürlich immer auf der Ladefläche.

Es gab eigentlich immer nur ein WIR;)

Meine Highlights waren der Strandbesuch Cameronal, wo wir auf der Ladefläche hingefahren sind, eine Riesenschildkröte gesehen haben, und für den Heimweg 3 Stunden gebraucht haben (Hinweg 25 min ) , weil der Trucker nicht mehr ging. Letztendlich auf der Ladefläche von einem Mini-Auto unterm Sternenhimmel heimgefahren;);

Rio Celeste- der schönste Ort bei schönem Wetter !! Unglaubliches Naturschauspiel;

Bungee Jumping in Monte Verde. Five, Four, Three, Two, One JUUUMPP!!

Sehr gut hat mir die Mitreisenden-Liste gefallen.

Man ist so wirklich sehr gut vorbereitet, wenn man losfliegt.

Die Ansprechpartnerin vor Ort, war immer erreichbar -auch per E-mail gut zu kontaktieren- und hat alle Wünsche versucht zu erfüllen, ist auf Änderungen eingegangen und war generell immer nett und hat auch viele Informationen für Reisen oder Ausflüge gegeben.

Mein Fazit:
Es waren 2 traumhafte Monate. Ich habe richtig viele Erfahrungen gemacht, habe ein neues Land mit seiner Kultur und der Sprache kennengelernt und ebenso gelernt, wie Menschen in anderen Ländern das Leben sehen. Ich glaube, ich habe mir davon was abgeschaut, mich auch ein wenig verändert und Sachen gemacht, wo ich niemals dachte, sie jemals zu machen, z.B Bunjee Jumping:D .

Man sollte sich mehr auf die Sachen konzentrieren, die einen glücklich machen!

Erwartet nicht so viel von eurem Projekt, sondern freut euch eher auf das Leben, die Leute, viele Erfahrungen und eine geile Zeit!!!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Lisa G. so begeistert hat: Farmstay in Neuseeland