Farmstay in Neuseeland

"Ich hatte eine unvergessliche Zeit bei meinem Farmstay in Neuseeland."

  • Freiwilligenarbeit
  • Neuseeland
  • 10 Wochen

Erfahrungsbericht von (18 Jahre)

2017-08-03

Barbara schrieb:

"An einem ganz normalen Arbeitstag bin ich um 7:30 Uhr aufgestanden, um die Pferde zu füttern, die Fenster im Stall zu öffnen und den Pferden, die im Stall untergebracht waren, die Boots auszuziehen. Dann habe ich gefrühstückt. Das war immer so gegen 8:00 Uhr. Um 8:20 Uhr gings dann wieder zurück in den Stall. Ich habe das Futter für den Abend und den nächsten Morgen hergerichtet und drei der Pferde kamen auf den horse walker. Wenn das Wetter schön war, habe ich den Pferden, die ganzjährig auf der Koppel stehen, ihre Decken ausgezogen. Danach habe ich die Ställe ausgemistet und den derzeit auf Turnieren antretenden Pferden Massagedecken angezogen. Anschließend habe ich die Pferde, die im Stall untergebracht sind (stabled horses), auf ihre Paddocks gebracht. Dann habe ich als Mittagessen für die Pferde Heu ausgeteilt. Nachdem ich dann den horse walker und den Stall sauber gemacht habe, hatte ich Mittagspause. Je nach Wetter habe ich die vier stabled horses dann so gegen 15:00 Uhr wieder reingebracht und je nach Wetterlage ihre Decken gewechselt. Danach hatte ich nochmal kurz Pause bis ca. 16:00 Uhr. Dann habe den Pferden ihr Abendessen gefüttert, Decken angezogen, den Stall und die Pferde darin für die Nacht fertiggemacht und noch einmal kurz ausgemistet. Für mich war Feierabend dann immer zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr. An den Wochenenden sind wir mit den Pferden öfters auf Turniere gefahren. Da gab es eigentlich keinen typischen Ablauf, nur am Tag vor der Abfahrt habe ich regelmäßig das Reitzeug saubergemacht und den Truck eingeräumt.

In meiner Freizeit bin ich gerne in die Stadt gefahren, die nur ca. 10 bis 15 Minuten mit dem Auto von der Farm entfernt war oder ich habe mir die Umgebung angeschaut, da wir viele bekannte Sehenswürdigkeiten in der Nähe hatten.

Die Familie hat mich echt toll aufgenommen und hat mir viel über Land und Leute erzählt. Neuseeländer sind sehr freundliche und offene Menschen, die gerne lachen. Auf der Farm habe ich noch mit zwei anderen Kiwis gearbeitet, die auch beide total lieb waren und von denen ich auch sehr viel über die Geschichte Neuseelands, die Maoris und ihre Einschätzung der Kiwis erfahren habe. Einen wirklichen Kulturschock hatte ich in diesem Land nicht.

Während meines Aufenthaltes gab es viele schöne Momente, deshalb weiß ich nicht wirklich, welchen ich als den Schönsten benennen könnte. Ich finde am schönsten waren einfach immer die kleinen Momente: abends zusammen mit der Gastfamilie im Wohnzimmer zu sitzen, fernzuschauen und sich zu unterhalten oder als die Pferde nach ein, zwei Wochen viel zutraulicher wurden und man einfach ihre Zuneigung gemerkt hat. Aber auch als wenige Wochen vor meiner Abreise von der Farm ein neues Mädchen dazu kam, mit dem ich mich auf Anhieb super gut verstanden habe, war sehr schön. Es gibt zu viele tolle Erinnerungen, da kann ich mich nicht für eine Konkrete entscheiden.

Mein Fazit:
Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung diesen Auslandsaufenthalt zu machen, ich habe sehr viel dazu gelernt, bin ein glücklicherer Mensch geworden und hatte eine unvergessliche Zeit dort.

Mein Tipp für weitere Weltenbummler ist: Seid so offen wie nur möglich, einfach für alles und glaube immer an dich. Es ist nicht immer einfach alleine in ein fremdes Land zu kommen, deshalb sei nicht zu streng mit dir, sondern sei dein eigener bester Freund in dieser Zeit. Das macht einiges einfacher."

 

Erfahre mehr über das Projekt, das Barbara R. so begeistert hat: Farmstay in Neuseeland