Individuelles Praktikum in Neuseeland

"...die menschenleeren Strände der Northlaends oder der Mount Doom (Schicksalsberg aus Herr der Ringe)"

  • Auslandspraktikum
  • Neuseeland
  • 20 Wochen

Erfahrungsbericht von

06.02.2014

Andreas schrieb:

"Ich muss leider gestehen, dass ich mir vor meiner Reise wenig Gedanken über das Land bzw. die Arbeit dort gemacht habe. Deswegen war ich auch fest der Überzeugung, dass es Mitte September in Neuseeland (weil ja im Süden gelegen) heiß sein müsse. Da war ich dann natürlich schon ganz schön überrascht, als es dann in Auckland frühlingsfrische 10°C  hatte :-D. Aber es wurde ja zum Glück von Tag zu Tag wärmer.

Mein "halbes" Jahr in Neuseeland war der Hammer. Ich kann nur jedem empfehlen so einen Trip einmal in seinem Leben gemacht zu haben. Es ist faszinierend eine neue Kultur und Lebensart kennen zu lernen. Die ganzen tollen neuen Eindrücke von der überwältigenden Natur und die lebensfrohe Lebensart der Kiwis machen jeden Tag aufs neue Spaß. Es war super an den Wochenenden das Land zu erforschen, vor allem da Neuseelands Natur so wandlungsfähig ist. Man bekommt fast jedes Wochenende etwas Neues zu sehen, ob es die Thermalgebiete von Rotorua, die menschenleeren Strände der Northlaends oder der Mount Doom (Schicksalsberg aus Herr der Ringe) im Tongariro Nationalpark sind, es wird nie langweilig.

Da ich in meinem Betrieb niemandem direkt unterstellt war, sondern eher allen ein bisschen helfen sollte, hatte ich keinen typischen Tagesablauf. Es gab Aufgaben, bei denen ich eigenverantwortlich per CAD ein Pipelinesystem für eine Chloranlage entwerfen musste. Die Zeit während meines Programms war perfekt und einfach genauso wie ich es mir vorgestellt hatte.

Mir fiel vor allem der Unterschied in der Arbeitsweise zwischen den Deutschen und den Kiwis auf. Bei uns daheim hat alles seine Ordnung und seinen Platz. Bei den Kiwis dagegen wird auch im Betrieb gerne mal improvisiert und zurechtgerückt. Aber es muss ja auch nicht immer alles wie daheim ablaufen ;-)

Mein Kontakt zu anderen Teilnehmern war klasse und das Land war einfach fantastisch. Auch die Kultur hat mir überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet und meine Unterkunft hat mir sehr gut gefallen.

Die Menschen dort sind alle unglaublich freundlich, da grüßt einen sogar der Busfahrer total nett.

Es ist auch sehr spannend die Vergangenheit der Neuseeländer zu erkunden, es gibt dort sehr gelungen Museen, die die Geschichte und Lebensweise der Maoris (Ureinwohner Neuseelands) erzählen.

Ansonsten ist das Land schon sehr britisch angehaucht. Die Bauweise der Häuser oder das Essen erinnern schon sehr an unsere Freunde aus Großbritannien.

Am Wochenende wird es eigentlich erst richtig interessant. Ich war jedes Wochenende woanders. Ob Tagesausflüge oder über das ganze Wochenende, es war immer was los. Hierbei war vor allem ein eigenes Auto (dank dem Mechaniker-Freund meines Kiwi-Dads billig erstanden) wichtig. So kommt man überall billig und schnell hin. Und in Neuseeland macht vor allem auf der Südinsel ein Roadtrip einen riesigen Spaß. Dort hat man nicht selten ein beeindruckendes Panorama direkt vor der Windschutzscheibe.

Richtige Partynächte waren eher selten, da einfach so gut wie jedes Wochenende verplant war und man gar keine Zeit hatte groß feiern zu gehen.

Einen schönsten Moment kann ich leider nicht definieren. Es gab viele beeindruckende Momente, wie einen Ausflug zu der letzten aktiven Vulkaninsel Neuseelands, einer Wanderung zum Schicksalsberg, den Queen-Charlotte-Track mit dem Mountainbike bewältigen oder schwimmen mit Delphinen in der Curio Bay. Das ganze Land ist ein Traum und man erlebt jeden Tag etwas Neues.

Die Anfragen per E-Mail wurden allesamt sehr gut von Praktikawelten beantwortet und auch die Reiseunterlagen haben mir riesig weiter geholfen. Wenn ich Probleme oder Schwierigkeiten hatte konnte ich immer jemanden bei Praktikawelten erreichen.

Die Betreuung in Deutschland war erstklassig. Persönlich und schnell. Egal was ich wissen wollte, es wurde entweder umgehend beantwortet oder mir nach kurzer Zeit mitgeteilt. (Da könnte sich so manche Behörde eine Scheibe abschneiden ;-) )

Mein Fazit:

Es war definitiv eine der besten Entscheidungen meines Lebens diesen Trip zu machen. Die ganzen Erfahrungen, die ich hier gemacht hab und Freunde, die ich hier gefunden habe, werden mir noch lange in Erinnerung bleiben."

Erfahre mehr über das Projekt, das Andreas K. so begeistert hat: Individuelles Praktikum in Neuseeland