Tourismus Praktikum in Mexiko

"ich habe eine neue Sprache, neue Kultur und viele neue Leute kennen gelernt"

  • Auslandspraktikum
  • Mexiko
  • 10 Wochen

Erfahrungsbericht von

19.03.2013

Christian schrieb:

"Ich hatte keine persönlichen Erfahrungen, da ich zuvor nie in Lateinamerika gewesen bin. Ich habe mir Mexico generell trockener vorgestellt, man muss dazu sagen, dass wir am 1. September, also in der Regenzeit, ankamen. Ich war überrascht, wie grün alles ist! Da wir uns im Süden aufgehalten haben, war es dennoch bis Dezember deutlich feuchter und grüner als erwartet. Ich hatte mehr in Richtung des Klischees "Mexikaner mit Tequila an einen Kaktus gelehnt in der Wüste" erwartet. Fakt ist: außer den Mariachi-Bands trugen kaum Mexikaner Sombreros, trockene Landschaften sahen wir erst im Dezember in der Nähe von Mexico City, als wir das zentrale Hochland erreichten und die Regenzeit vorbei war. All das darf jedoch als positive Überraschung aufgefasst werden. Uns wurde gesagt, wir werden in einem Reisebüro arbeiten! Flüge verkaufen, Autos vermieten, Ausflüge promoten etc. Es gab eine Art Dresscode für die Arbeit, man rechnete mit einem klimatisierten Reisebüro, etwas Computerarbeit, eventuell Hilfe bei Übersetzungen zu leisten und eben Kundengespräche zu führen. So kam es, dass wir Ende Oktober den Fischerclub am Strand/Hafen und in ganz Puerto Escondido bei den Vorbereitungen für ein großes Fischerevent im November zur Hand gingen. Hier hieß es in der Hitze entweder am Strand, auf der Ladefläche des Pick-Ups, auf dem Meer oder sonst wo körperlich recht anspruchsvolle Arbeit zu verrichten. Da wir zwei kräftige junge Herren sind, hatten wir jedoch doch Spaß bei der Sache und haben es genossen am Strand oder an der frischen Luft in Unterhemd und Badehose zu arbeiten. Beim Event selbst waren wir auch fleißig mit den Fischern zusammen am Kisten schleppen, Stände aufbauen usw.. Unser zweites Projekt war dann an einem Tourist-Infostand. Das war super, da die Betreiberin sehr witzig und nett war. Wir haben uns sofort super verstanden und sie hat es, glaube ich, genossen, mit uns über Deutschland / Europa und Mexiko zu tratschen und nicht allein in ihrem Stand zu stehen. Der Umgang mit englisch-, aber besonders spanischsprachigen Kunden aus aller Welt hat meinen Spanisch-Kenntnissen noch einmal sehr gut getan! Den typischen Tagesablauf gab es für mich absolut nicht, da ich verschiedene Projekte und selbst im Projekt äußerst unterschiedliche Arbeitszeiten hatte. Entweder begannen wir zwischen 8 und 10 Uhr und arbeiteten bis 12 - 15 Uhr, oder auch mal nachmittags von 14 - 18 Uhr! Wenn wir vormittags arbeiteten, sind wir nachmittags einkaufen gegangen, falls nötig und/oder an die verschiedenen Strände vor Ort. Die Wochenenden haben wir mit Leuten aus der Sprachschule, aber auch mit Mexikanern in Puerto verbracht oder haben Ausflüge unternommen. Während des Fischerevents waren die Arbeitstage dann sehr lang. Es ging morgens um 6:30 Uhr los und endete mitunter erst abends gegen 22 Uhr! Erfahrungen für mein späteres Berufsleben konnte ich kaum sammeln, das war aber für mich auch nicht von großer Relevanz. Ich habe einige Lebenserfahrungen sammeln können, eine andere Mentalität und eine neue Sprache gelernt! Die spanische Sprache ist daher das Einzige, was ich beruflich in irgendeiner Weise fortführen möchte. Das war aber nicht weiter schlimm, wir haben bei den Fischern eben andere Dinge gelernt. Da Puerto wirtschaftlich stark vom Tourismus abhängt, gab es großes Interesse an uns und unserem Geld! Wir wurden von Einheimischen größtenteils freundlich behandelt. Wenn man flexibel ist, und bereit sich anzupassen bzw. mit fremden Bedingungen klar zu kommen, ist alles kein Problem! Ist halt nicht wie in Deutschland, wäre ja auch schlimm! Ich hatte für meine Begriffe viel Freizeit, was mir sehr gefiel. Ich war unter der Woche fast täglich am Strand oder in der Stadt mit anderen Teilnehmern. Da die meisten in ihren Projekten mittags gegen 2 Uhr fertig waren, trafen wir uns in unserer Stammstrandbar auf eine Runde Volleyball, Baden, Lesen, Bier trinken und relaxen. Wir hatten viele gemeinsame sonnige Nachmittage zusammen. :) An den Wochenenden haben wir entweder Ausflüge unternommen (Mazunte, Huatulco, Oaxaca, Chacahua u.a.) oder uns in Puerto Escondido vergnügt. Wir haben Pool-Partys mit Einheimischen besucht und das Nachtleben genossen und Zeit mit anderen Teilnehmern in unserem Haus verbracht. Mein Fazit: Habe mich sehr in Mexiko verliebt! Mein Aufenthalt hat mich reicher an persönlichen Erfahrungen gemacht und ich habe eine neue Sprache, neue Kultur und viele neue Leute kennen gelernt! Zukünftige Teilnehmer sollten sich weniger Sorgen um Impfungen und ähnliches machen, als ich es tat! Ganz entspannt und ruhig nur mäßig vorbereitet hingehen! Das Meiste kommt eh anders als geplant und lässt sich vor Ort am besten regeln!"

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