Individuelles Praktikum in Kanada
Bastian mit Freund und Ausblick auf einen See

"Vancouver ist die schönste Stadt der Welt - da gibt es nichts zu diskutieren."

  • Auslandspraktikum
  • Kanada
  • 18 Wochen

Erfahrungsbericht von (25 Jahre)

31.07.2015

Ich war schon immer ein großer Fan von Kanada. Die Schönheit des Landes - mit dessen schier unendlicher Natur - sucht meiner Meinung nach seinesgleichen. Ich war sehr gespannt, auf die kanadische Bevölkerung, denn ich hörte vor meinem Abflug, dass diese sehr freundlich und hilfsbereit sein sollten. Und genau das waren beziehungsweise sind sie.

Von der Arbeit erhoffte ich mir, erste Einblicke in die Logistikbranche zu erlangen und mein theoretisches Wissen in das Unternehmen mit einfließen zu lassen. Gleichzeitig hoffte ich, ein wenig selbstständig arbeiten zu können und eine gewisse Verantwortung zu tragen. Mir haben die vier Monate im Unternehmen ziemlich gut gefallen. Besonders hervorheben möchte ich hier das Arbeitsklima und die netten Kollegen. Einige der Kollegen wurden zu guten Freunden und wir unternahmen fast täglich etwas zusammen.

Ich arbeitete täglich von 08.00 bis 16.00 Uhr. Hinzu kam eine Stunde Mittagspause. Die ersten zwei-drei Wochen haben mir nicht so gut gefallen, da ich hauptsächlich mit dem Erstellen von verschiedenen Listen beschäftigt war. Hier suchte ich mittels spezieller Software für verschiedene US-Bundesstaaten, für unser Unternehmen interessante, Transportunternehmen heraus. Anschließend arbeitete ich als Frachtenvermittler und hatte somit die gleiche Tätigkeit, wie viele Angestellten auch. Ich vermittelte Waren/Ladungen von unseren Kunden an verschiedene Transporteure. Ziel war es, dies für so wenig Geld wie möglich zu tun. Anschließend überwachte ich den Transport von der Warenaufnahme bis zur Warenabgabe mittels Telefonrücksprachen mit dem Transporteur. Jedes Update wurde in einem großen Computersystem festgehalten.

Ich bekam einen schönen Einblick in die Logistikbranche, insbesondere den Tätigkeiten eines Spediteurs. Leider hatte das Praktikum mit dem Erlernten an der Hochschule nicht so viel zu tun, was zwar schade aber nicht allzu schlimm ist.

Ich habe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Die Kanadier sind ein ausgesprochen tolles, nettes und hilfsbereites Volk. Deren Kultur ist der Deutschen sehr ähnlich, was es mir aber auch nicht schwer gemacht hat, mich in diesem Land zurechtzufinden.

Ich habe sehr viel Zeit mit meinen Arbeitskollegen verbracht. Da die Kanadier ein eishockeyverrücktes Volk sind, sind wir öfters zu den NHL Spielen der Vancouver Canucks gegangen, oder haben diese zusammen in einem der zahlreichen Pubs verfolgt. In den Sommermonaten verbrachten wir viel Zeit in der Natur. Wir gingen in den Park, wandern, ans Meer, oder Mountainbike fahren. Mit den anderen Teilnehmern hatte ich sehr wenig zu tun, da ich so wenig Zeit wie möglich mit deutschsprachigen Personen zu tun haben wollte.

Da ich ein sehr großer Eishockeyfan bin, war natürlich mein erstes NHL Spiel ein ganz besonderer Moment. Außerdem war es eine ganz tolle Sache einmal in Whistler zu boarden. Aber der schönste Moment war, als mich mein bester Freund nach Ablauf des Praktikums besuchte und wir uns am anderen Ende der Welt drei unvergessliche Wochen machten. Darunter fallen Bungee springen in Whistler und ein Trip in den Banff National Park.

Ich kann mich bei euch nur noch einmal bedanken und euch ein Lob aussprechen. Das Problem war, dass ich mich erst zwei Wochen vor Reisebeginn für das Visum bewerben konnte und demnach eine große Ungewissheit herrschte, ob ich denn fliegen und mein Praktikum in Kanada überhaupt antreten könne. Zudem hat mir Daniela sehr viel bei der aufwendigen und nicht ganz einfachen Visumsbewerbung geholfen.

Dem  Mitarbeiter von Praktikawelten  bin ich auch unendlich dankbar, denn ich flog nach Kanada - zwar mit der abgeschlossenen Visumsbewerbung - jedoch ohne erteiltes Visum. Er verfasste ein Schreiben, in welchem er die kanadischen Grenzkontrolleure bat, mich in das Land zu lassen und ihnen meine Situation schilderte. Letztendlich hatte alles glücklicherweise geklappt und auch so war Tim immer ansprechbar und jederzeit eine Hilfe, wenn ich welche benötigte.

Fazit
Es war eine unglaublich tolle Erfahrung und eine unvergessliche Zeit. Ich würde sofort wieder hinfliegen. Natürlich war es gerade zu Beginn eine sehr ungewohnte Situation und manchmal auch nicht einfach, aber von Woche zu Woche lebte ich mich besser ein. Zudem ist Vancouver die schönste Stadt der Welt - da gibt es nichts zu diskutieren.

Ich sag nur KANAJÖÖÖÖÖÖSEN (Insider ;-))

ein Hafen
Bastian bei einem Eishockeyspiel
Bastian mit Freunden im Schnee

Erfahre mehr über das Projekt, das Bastian K. so begeistert hat: Individuelles Praktikum in Kanada