Individuelles Praktikum in Irland

"Ich habe Dublin als ein zweites Zuhause dazugewonnen"

  • Auslandspraktikum
  • Irland
  • 21 Wochen

Erfahrungsbericht von

2017-01-27

Dominik schrieb:

"Ich hatte keinen großen Kontakt zu meiner Gastfamilie, habe eigentlich nur mit ihnen zusammen gegessen, wobei dann aber auch immer wieder nette Gespräche entstanden sind. Sonst war ihr Engagement für mich mittelmäßig, wobei ich persönlich nicht wirklich darauf angewiesen war, weil ich bei der Arbeit und mit den Praktikawelten-Mitreisenden direkt gute Kontakte knüpfte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Leute, die am Anfang Schwierigkeiten hätten, Kontakte zu knüpfen, in dieser Familie keine große Hilfe gefunden hätten. Die Kollegen und die Arbeit war für mich nahezu perfekt.

So sah mein typischer Tagesablauf aus:

Ich bin um 7 Uhr aufgestanden, meine Gastmutter hatte das Frühstück vorbereitet und ich fuhr um 8 Uhr mit dem Bus zur Arbeit. Um 9 Uhr war ich pünktlich dort und arbeitete immer bis ca 17:15 Uhr. Danach fuhr ich entweder mit dem Bus nach Hause, aß zu Abend und ging danach noch zum Fußballtraining oder ich blieb in der Stadt und traf mich mit Freunden für ein paar Pints.

Welche beruflichen Erfahrungen habe ich während der Arbeit sammeln können?

Da dies mein erster Job war, habe ich sehr viele Erfahrungen über die Arbeitswelt sammeln können. Es hat mir sehr gut gefallen, den ganzen Tag beschäftigt zu sein anstatt wie in der Schule nur tatenlos herumzusitzen. Außerdem denke ich, dass ich sehr viel offener geworden bin, da die Arbeit an einer Rezeption erforderte, dass ich auf Leute zuging und fragte, ob Hilfe benötigt wird. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war sehr positiv und hat mir großen Spaß gemacht.

Das habe ich in meiner Freizeit unternommen:

Ich hatte jeden Dienstag und Donnerstag Fußballtraining in einem irischen Fußballteam, was ungemein förderlich für meine Sprachkenntnisse war. Außerdem traf ich mich jeden Mittwoch und Freitag mit meinen Freunden (Praktikawelten-Mitreisende oder Leute aus meinem Sprachkurs vom Anfang) für ein paar Pints in verschiedenen Pubs im Stadtzentrum von Dublin. Jeden Sonntag unternahmen meine Freunde und ich dazu auch noch verschiedene Tagestouren, um noch etwas mehr von Irland zu sehen, als nur Dublin. Wir fuhren zum Beispiel zu den Cliffs of Moher, zum Giants Causeway, in die Wicklow Mountains, nach Howth, Galway, Cork und Belfast.

Meine Erfahrungen mit der neuen Kultur und Bevölkerung:

Vor meiner Reise wurde mir erzählt die Iren seien sehr freundlich und hilfsbereit. Diese Vermutung hat sich auch voll bestätigt. Die Iren, die ich im Job, in der Fußballmannschaft und in meiner Gastfamilie kennenlernen durfte, waren immer nett und zuvorkommend. Ich habe mich auch als einziger "Nicht-Ire" in meiner Fußballmannschaft sehr gut aufgehoben gefühlt. Meine irischen Chefs in der Sprachschule wurden auch eher zu Freunden als zu Vorgesetzten.

Die interessantesten Momente waren für mich die, in denen sich meine Arbeit und mein Privatleben verbunden haben. Undzwar bin ich mit meinen Freunden jeden Mittwoch und Freitag in die Stadt zum Feiern gegangen und da man als Praktikant nicht das höchste Einkommen hat, nämlich keines, gingen wir auf die gleichen Studentenpartys wie die Schüler aus der Sprachschule, in der ich arbeitete. Auf diesen Partys sind die wohl interessantesten Begegnungen und Gespräche für mich mit Leuten aus aller Welt entstanden, da Schüler aus Brasilien, Mexiko, Korea, Japan, Italien, Belgien, Frankreich, Argentinien, Russland etc. unsere Schule und gleichzeitig diese Studentenpartys besuchten und ich mit Leuten aus all diesen Ländern nicht nur beruflich, sondern auch privat in Kontakt kam.

Mein Fazit:

Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens, diesen Auslandsaufenthalt zu machen. Ich habe nicht nur die Arbeitswelt kennengelernt und mein Englisch deutlich verbessert, sondern Menschen aus aller Welt kennengelernt, Freundschaften mit vielen internationalen Jugendlichen geschlossen und Dublin als ein zweites Zuhause dazugewonnen.

Mein Tipp für zukünftige Weltenbummler:

Je offener du auf Menschen zugehst, desto mehr Leute lernst du kennen und desto aufregender wird deine Zeit!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Dominik A. so begeistert hat: Individuelles Praktikum in Irland