Individuelles Praktikum in Südengland in Großbritannien

"Das ist eine einzigartige Erfahrung, die leider viel zu schnell vorbei geht."

  • Auslandspraktikum
  • Großbritannien
  • 6 Monate

Erfahrungsbericht von

08.02.2015

Marina schrieb:

"Vor meinem Aufenthalt habe ich mir England typisch englisch mit Nieselregen, schlechtem Wetter und Menschen, die selbst recht zurückhaltend sind, vorgestellt. Ich hatte also die typischen Vorurteile für das Land und die Leute dort. Auch bezüglich Ausflugsmöglichleiten dachte ich, dass es nicht so viel zu sehen gibt.

Von meiner Arbeit selber wusste ich nicht so recht, was ich erwarten soll. Allerdings habe ich gehofft, dass die Arbeit Spaß macht und mir hilft, mich zu entscheiden, in welche Richtung ich mit meinem Studium gehen will.

Meine Zeit in England war echt super. Durch die Partnerorganisation vor Ort habe ich sehr viele neue Leute aus allen Teilen Europas kennen gelernt. Mit meinen neuen Freuden habe ich dann auch am Wochenende sehr viele Ausflüge in der Gegend gemacht.

Auch mein Praktikum hat mir sehr gefallen. Mein erstes Praktikum war ganz okay. Allerdings entschloss ich mich, zu einem anderen Praktikum zu wechseln, bei dem ich die Möglichkeit haben würde, mehr zu lernen. Dieses zweite Praktikum war dann aber echt super. In der ganzen Zeit konnte ich mein Englisch sehr verbessern. Gerade beim zweiten Praktikum habe ich sehr viele fachspezifische Wörter gelernt. Super fand ich, dass ich so praktische Erfahrung sammeln konnte, und dabei teilweise mein Wissen aus dem Studium anwenden konnte.

Besonders gut hat mir meine Gastfamilie gefallen. Dort wurde ich wie ein neues Familienmitglied intergiert. Während meiner Zeit dort habe ich nicht nur typische Gewohnheiten oder typisches englisches Essen kennen gelernt. Meine Gastfamilie hat mit mir viele Ausflüge unternommen, und mir dabei Seiten von England gezeigt, die ich ohne sie nie gesehen hatte.

Alles in allem war England ein voller Erfolg. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und nach England gegangen bin.

Beim Arbeiten habe ich immer dort mitgeholfen, wo ich gerade gebraucht wurde.  Ich war unter anderem für die Bearbeitung der Rechnungen, d.h. sie in das System eingeben und sie gegen die Bestellung checken, verantwortlich.

Einen typischen Tagesablauf hatte ich eigentlich nur am Montag. Dort war ich für die sog. Timesheets unsere Ingenieure verantwortlich. Das ist praktisch ein Stempelblatt für sie, das ich zusammen stellen musste. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die aber durchaus Spaß gemacht hat.

Meine Ansprechpartnerin im Unternehmen war echt super. Ich konnte sie alles fragen und auch bei sonstigen Problemen hat sie mir geholfen. Sie hat mir nicht nur meine Aufgaben gegeben, sondern mir alles genau erklärt, und mir so dabei geholfen, zu verstehen, was ich gerade mache.

Ich habe sehr viele Erfahrungen beim Arbeiten sammeln können. Nicht nur, dass ich sehr viele neue Wörter, gerade für den Arbeitsbereich gelernt habe. Super fand ich auch, dass ich nun endlich mein Wissen aus dem Studium praktisch anwenden konnte und so sehr viel, auch neues, dazugelernt habe.

Meine Erfahrung mit der Kultur war sehr positiv. Die Engländer selbst habe ich mir ja als sehr zurückhaltend und dadurch eher unfreundlich vorstellt. Aber erlebt habe ich schlussendlich genau das Gegenteil. Alle waren super lieb zu mir und haben mir immer Tipps gegeben, sei es, was ich noch unternehmen muss, welcher Club gut ist, etc.

Erstaunlich einfach war es mit ihnen ein neues Gespräch anzufangen. Mehr als einmal habe ich an der Bushaltestelle ein Gespräch mit einem Engländer geführt.

Auch meine Freizeit habe ich sehr abwechslungsreich gestaltet. Am Wochenende habe ich immer Ausflüge mit  anderen Teilnehmern unternommen. Teilweise sind wir in der Umgebung geblieben. Es gab aber auch Wochenenden, an denen wir Städtetrips unternommen haben und dort z.B. nach Cardiff, Bath, Bristol oder London gegangen sind. Auch die Partnerorganisation bot wöchentliche Treffen an, bei denen ich viele neue Leute kennenlernen konnte.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich im meiner Zeit in England unheimlich viel von der Gegend gesehen habe und kaum ein ruhiges Wochenende für mich hatte. :) Der ganze Aufenthalt war einfach nur super.

Besonders gut fand ich, dass ich mich bei Problemen immer an die Organisation wenden konnte und mir dann auch schnell geholfen wurde. Unter anderem ja auch mit meinem Praktikumswechsel wurde ich super unterstützt.

Am besten gefallen haben mir allerdings die wöchentlichen Meetings, sowohl am Dienstag als auch Donnerstag. Dadurch habe ich so viele neue Leute kennen gelernt.

Fazit
Die Entscheidung, nach England zu gehen war definitiv eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe. In meinem halben Jahr in England habe ich mich persönlich weiterentwickelt, indem ich sehr viel selbstständiger geworden bin. Außerdem habe ich dort viel über mich selbst erfahren.

Auch beruflich hat mich mein Aufenthalt weitergebracht. Ich habe nicht nur Berufserfahrung gesammelt und mein Englisch verbessert, sondern bin mir darüber klar geworden, in welche Richtung ich später einmal gehen will und was für einen Beruf ich ergreifen will.

Genieß deine Zeit in England! Das ist eine einzigartige Erfahrung, die leider viel zu schnell vorbei geht."

Erfahre mehr über das Projekt, das Marina W. so begeistert hat: Individuelles Praktikum in Südengland in Großbritannien