Individuelles Praktikum in Australien

"Geht auf jeden Fall alleine hin"

  • Auslandspraktikum
  • Australien
  • 6 Wochen

Erfahrungsbericht von (20 Jahre)

10.09.2012

Sarah schrieb:

"In der Schule wurde mir jede Freiheit gegeben: ich konnte in jede Unterrichtseinheit schnuppern. Nach der anfänglichen Eingewöhnungsphase hatten die Kinder dann auch Vertrauen zu mir geschöpft und fragten mich immer öfter um Hilfe. Ich hatte im Laufe der Zeit dann auch die Kinder, die wirklich meine Hilfe brauchen und ich konnte dann auch gezielt auf sie eingehen. Dabei wurde mir zum Glück freie Hand und vollstes Vertrauen geschenkt.

Eigentlich habe ich den Tagesablauf der Klasse miterlebt. Dabei bin ich immer hinten im Klassenraum gesessen und sobald die Kinder still arbeiten sollten, konnte ich helfen und bei Unklarheiten gezielt auf die Person eingehen. Aber auch sonst habe ich einigen Kindern geholfen, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Was mir unerklärlich ist und schwer gefallen ist: die Kinder hatten unheimliche Probleme mit Mathe, waren nach ständigem Wiederholen immer noch nicht in der Lage ähnliche Aufgaben zu machen. Das hat mich unheimliche Geduld gekostet.

Oh, das Praktikum bestätigt mir trotz aller Zweifel, dass ich Grundschullehramt studieren will, ob ich allerdings Mathe als Hauptfach nehmen werde, weiß ich nicht.

Die Australier sind unheimlich nette und hilfsbereite Menschen. Sobald man hilfsbedürftig und unwissend aussieht bekommt man sofort Unterstützung und wird in ein nettes Gespräch verwickelt.

Wenn man ein richtiger Aussi sein will, sollte man BBQ lieben. Einen echten Aussi zeichnet die unheimliche Liebe zum speziellen Vegimite aus.

Wir haben mit der Schule ein paar Exkursionen gemacht. Dabei waren die Kids jedes Mal so aufgedreht und waren wie ausgewechselt. Man lernt die Kinder dann wirklich richtig gut kennen. Der beste Ausflug, war in die Uni UNSW. Dort hatten wir mit den Grundschülern eine Erkundungstour durch die Gebäude und verschiedenen Kurse. Zum Schluss haben wir dann wie "richtige" Schulabgänger abgeschlossen und eine Abschlusszeremonie absolviert; natürlich mit anschließendem "Hutwerfen".

Bei Problemen bot mir Praktikawelten schnelle und sofortige Absprache und Erreichbarkeit, auch wenn die zuständige Mitarbeiterin vor Ort nicht im Dienst/ Office war. Ich wurde wirklich herzlich und lieb in Sydney bei der Organisation vor Ort empfangen. Die Intern-Treffen waren auch wirklich gut.

Definitiv war es eine gute Entscheidung, nach Australien zu reisen. Sobald man in einem Land ist, in dem man eine andere Sprache reden muss, lernt man sie erst wirklich. Auch wenn man Anfangs vielleicht noch etwas holprig unterwegs ist, es wird besser und man kann seine eigene Entwicklung beobachten. Geht auf jeden Fall alleine hin. So lernt ihr euch besser kennen, lernt schneller und außerdem trefft ihr hier in Australien eh an jeder Ecke einen Deutschen oder eine ganze deutsche Gruppe."

Erfahre mehr über das Projekt, das Sarah S. so begeistert hat: Individuelles Praktikum in Australien