Teilnehmer sitzt auf einem Fels am Meer in Australien

Auslandsaufenthalt Finanzierung

Plan dein Auslandsjahr!

Dein Wunsch steht fest: Du möchtest deinen Traum leben und das Abenteuer „Ausland“ starten! Aber wie sieht es mit der Finanzierung von Auslandsaufenthalten aus? Mit welchen Kosten kannst du rechnen, wo lässt sich Geld einsparen und hast du Anspruch auf finanzielle Unterstützung? Eine (oftmals mehrmonatige) Auszeit im Ausland ist nicht kostengünstig, das ist klar. Es gibt aber einige Möglichkeiten, wie du deinen Auslandsaufenthalt finanzieren und absichern kannst – vorausschauende Planung zu jeder Zeit ist dabei alles! Damit deine unvergesslichen Erfahrungen und nicht etwaige Geldsorgen im Vordergrund deiner Auslandsreise stehen, haben wir dir Tipps zur Planung und Finanzierung deines Auslandsjahrs zusammengetragen.

Einen Auslandsaufenthalt selbst finanzieren

Unerlässlich für deine große Reise ist die richtige Planung und ausreichend Eigenkapital. In manchen Ländern musst du sogar finanzielle Rücklagen nachweisen, um einreisen zu können. Beim Work and Travel in Neuseeland sind das zum Beispiel ca. 2.700 Euro. Auch wenn du vor hast im Ausland zu arbeiten, ist etwas Geld, vor allem für den Anfang oder Notfall, von enormer Bedeutung. Wie viel Geld du benötigst, hängt stark von deinem Reiseziel, der Reisedauer und deiner Reiseart ab. Grundsätzlich solltest du dir bereits ein Jahr vor deiner Reise Gedanken zu deiner finanziellen Situation, den anfallenden Kosten und möglichen Geldquellen machen.

  • Jobben und Geld verdienen vorab

    In erster Linie liegt es an dir selbst Geld für dein Auslandsjahr beiseite zu legen. Eine gute Möglichkeit hierfür bieten Nebenjobs wie Babysitting, Kellnern oder ähnliches. Schule oder Studium sollten dabei auf keinen Fall zu kurz kommen. Aber auch indem du deinen Lebensstil bereits daheim etwas herunterschraubst und unnötige Investitionen vermeidest, wirst du Geld einsparen können. Verlier dein Ziel dabei nicht aus den Augen und stell dir einen Plan auf, es wird sich lohnen!

  • Unterstützung von den Eltern

    Wenn du das Glück hast, dass deine Eltern dich theoretisch im Ausland finanziell unterstützen können, stellt sich die Frage: Wie überzeuge ich meine Eltern, mir bei meinem Vorhaben unter die Arme zu greifen? Um eine Argumentationsgrundlage zu haben, solltest du wissen, was du dir von deinem Auslandsaufenthalt erhoffst. Möchtest du deine Sprachkenntnisse verbessern, selbstständig werden oder zum Beispiel eine sinnvolle Freiwilligenarbeit leisten? Lege dir triftige, aber vor allem ehrliche Gründe zurecht.

    Sei dir bewusst, dass dein Traum vom Auslandsaufenthalt auch ein großer Schritt für deine Eltern ist. Überlege dir deshalb auch, welche Sorgen sie anbringen könnten und wie du diese relativieren kannst - eine gute Möglichkeit wäre das Reisen mit einer Organisation, die dir vorab und vor Ort zur Seite steht. Zwar musst du hierfür einen zusätzlichen Kostenfaktor einplanen, dieser kann aber durchaus sinnvoll sein. Weitere Informationen findest du hier: Warum für eine Organisation bezahlen? Auch ohne die finanzielle Hilfe der Eltern kannst du deine Reisepläne selbstverständlich verwirklichen!

  • Weitere eigene Geldquellen

    Neben den üblichen Maßnahmen, wie zu Jobben oder die Eltern zu fragen, gibt es noch weitere Möglichkeiten deine Reisekasse zu füllen:

    • Such dir Unterstützer im Verwandten- und Bekanntenkreis.
    • Verkaufe alte Sachen auf dem Flohmarkt oder online.
    • Auch Selbstgemachtes bringt Geld auf Online-Verkaufsportalen oder auf Flohmärkten.
    • Lass dir zum Geburtstag oder anderen Anlässen Geld statt Dinge schenken.
    • Vermiete dein Zimmer oder deine Wohnung für den Reisezeitraum unter (falls möglich).

    Außerdem solltest du dich bei jeder Investition fragen: Ist sie gerade wirklich nötig? Ein Rucksack für deine Reise ist für dich gerade wichtiger als die brandneue Spielekonsole. Aber auch bei Anschaffungen für deinen Auslandsaufenthalt solltest du, deinem Geldbeutel und Rücken zuliebe, auf unnötige Sachen verzichten. Schau dir hierfür unsere Packliste für Work and Travel an.

    Was du wissen solltest: Während deines Auslandsaufenthalts hast du unter Umständen keinen Anspruch auf Kindergeld. Das gilt insbesondere bei Work and Travel. Eine Ausnahme können Sprachkurse darstellen.

Fördermöglichkeiten und Stipendien für den Auslandsaufenthalt

Vor allem Schüler und Studenten haben unter Umständen Anspruch auf Fördermittel für Auslandsaufenthalte. Darunter fallen Stipendien, Auslands-BAföG oder Bildungskredite. Da die Nachfrage sehr hoch ist, solltest du dich rechtzeitig um eine Beantragung kümmern. Ob eine dieser Möglichkeiten zur Finanzierung deiner Zeit im Ausland in Frage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Auslandsstipendium

    Auslandsstipendien – als Voll- oder Teilstipendien – werden von einigen Stellen vergeben. Dazu zählt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), der Fördergelder an Studierende im Rahmen des PROMOS-Programms vergibt. Wenn du ein Praktikum, einen Sprach- oder Fachkurs im Ausland besuchen möchtest, hast du hier die Chance auf ein Stipendium für ein Semester oder einige Wochen. Weitere Informationen und die entsprechenden Formulare bekommst du direkt auf der Webseite des Auslandsamts https://www.daad.de/de/

    Des Weiteren bieten Organisationen, wie Praktikawelten, eigene Stipendien für Auslandsaufenthalte an. Während externe Stellen eher für eine geringe Anzahl an Schülern und Studenten relevant sind, kann sich hier jeder Teilnehmer für Stipendien für eine Freiwilligenarbeit im Ausland, einen Farmstay, ein Auslandspraktikum, einen „Work and Travel“-Aufenthalt oder einen Schüleraustausch bewerben.

  • Auslands-BAföG

    Auch wenn du kein Inlands-BAföG bekommst, besteht für dich trotzdem die Chance auf das Auslands-BAföG. Das Besondere am Auslands-BAföG ist, dass der Zuschuss für deinen Auslandsaufenthalt nicht zurückgezahlt werden muss. Der Zuschlag kann unter bestimmten Voraussetzungen für Auslandspraktika beantragt werden. Hier findest du weitere Informationen zum Auslands-BAföG.

  • Bildungskredit für den Auslandsaufenthalt

    Bei dem Bildungskredit der Bundesregierung handelt es sich um einen einfachen, zinsgünstigen Kredit, der zur Unterstützung an Schüler und Studenten in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen vergeben werden kann. Die Bewilligung ist, im Gegensatz zum BAföG, unabhängig vom eigenen Einkommen und dem Verdienst der Eltern. Unter bestimmten Voraussetzungen kann er auch für Praktika im Ausland genutzt werden. Weitere Details und das Online-Antragsformular findest du auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts zum Bildungskredit.

Finanzierung vor und während deinem Auslandsaufenthalt

An Geld kommst du natürlich auch, wenn du etwas einsparst. Das geht sowohl vor deiner Reise als auch im Ausland mit ganz einfachen, aber äußerst nützlichen Tipps und Tricks.

Spartipps vor dem Reiseantritt

Bevor du ins Abenteuer „Ausland“ starten kannst, kommen einige hohe Kosten auf dich zu. Darunter fällt vor allem der Flug. Auf Vergleichsportalen lassen sich passende Flüge finden. Allerdings kannst du mit diesen Hinweisen eventuell den ein oder andere Euro herausholen:

  • Sei flexibel beim Reisedatum – Oft macht ein Tag schon einen preislichen Unterschied!
  • Hast du einen passenden Flug gefunden, such ihn nochmals im inkognito-Modus, um eventuelle Preiserhöhungen dank dynamischer Preise zu vermeiden.
  • Spare durch Zwischenstopps & Gabelflüge und nutze die Multi-Stopp-Flugsuche.
  • Nutze extra vorgefertigte, flexible Flug-Pakete von Reiseveranstaltern und Organisationen wie Praktikawelten.

Deine Reise kostengünstig finanzieren

Generell gilt für Traveller in fast allen Lebenslagen: weniger ist mehr. Der Minimalismus wird von vielen Reisenden gelebt. Auch du solltest dir minimalistisches und kreatives Denken aneignen, um im Ausland eher sparsam zu leben. So kannst du dein Geld lieber in eine schöne Zeit, als in materielle Dinge, investieren.

Wer im Ausland unterwegs ist, für den wird auch das Telefonieren und Surfen ein wichtiger Kostenfaktor sein. Aber keine Sorge: unsere ausführliche Informationsseite zu dem Thema findest du hier >  Handy und Internet im Ausland

Steuerrückerstattung nach deiner Auslandszeit

Auch wenn du im Ausland arbeitest, musst du Steuern zahlen. In Australien zahlst du beispielsweise 15 Prozent Einkommenssteuer (Stand 12/2017), wenn dein Einkommen einen gewissen Betrag nicht übersteigt. Aber auch in anderen Reiseländern fallen Steuern an.

Die gute Nachricht: Unter bestimmten Voraussetzungen hast du die Chance, deine Steuern zurückerstattet zu bekommen. Ob du einen Anspruch auf Steuerrückerstattung nach dem Auslandsjahr hast, was du bei der Steuererklärung beachten musst, wie du deine Steuernummer am Anfang deiner Reise beantragst und alle Fragen rund um die Themen Steuern, Sozialabgaben und Finanzen klären unsere Work-and-Travel-Experten in Deutschland und vor Ort gerne mit dir.

Dein Auslandsjahr von der Steuer absetzen kannst du in Deutschland nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. In der Regel lässt sich ein „Work and Travel“-Aufenthalt nicht von der Steuer absetzen. Bessere Chancen deinen Auslandsaufenthalt von der Steuer abzusetzen hast du bei einem Auslandsstudium oder einer Sprachreise.

Anlaufstellen bei Fragen zum Thema Geld und Finanzierung beim Auslandsaufenthalt

Wenn du einen Auslandaufenthalt planst, solltest du die Kosten zunächst selbst grob bestimmen. Andere Reisende, vor allem erfahrene Traveller, können dir bei einer realistischen Einschätzung helfen. Auch die Reiseexperten von Praktikawelten sind eine hervorragende Anlaufstelle bei der Frage nach der Finanzierung deines Auslandsaufenthalts. Sie waren alle schon einmal selbst für längere Zeit im Ausland unterwegs und können dich mit ihrem Insider-Wissen bei der Planung unterstützen! Weitere Gründe, um deinen Auslandsaufenthalt zusammen mit Praktikawelten zu planen findest du bei „Warum mit uns?“.

Und wann kann es bei dir los gehen?

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