Nepal
Unterrichten weltweit


Unterrichten in Nepal

  jeden Freitag

     mind. 18 Jahre bei

     Reiseantritt

     Gastfamilie

  ab 4 Wochen

  (bis zu 20 Wochen)

     keine Vorkenntnisse

     nötig

     2 Mahlzeiten
     am Tag

  ca. 25 Stunden/
  Woche

     Grundkenntnisse in

     Englisch

     Anmeldung: mind.
     5 Wo., besser 3-6
     Monate vor Abreise

4 Wochen

   € 990,-

8 Wochen

€ 1.390,-

je weitere Woche

    € 100,-

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Reisebericht

Susanne Keller

(8 Wochen "Unterrichten"in Nepal)

Susanne schrieb:

 "Mit meiner Reise nach Nepal habe ich zum ersten Mal Europa verlassen und einen asiatischen Kulturraum betreten.Es war eine total spannende Zeit, ich habe ein fremdes Land, seine Kultur und Leute kennen gelernt.

Es war beeindruckend, wie Hinduisten und Buddhisten friedlich zusammenleben und wie die Menschen auch in einfachsten Verhältnissen glücklich zu leben scheinen. Durch das Unterrichten habe ich Einblick in ein total anderes Schulsystem erhalten. Ich habe mich auch selber besser kennen gelernt. Man kann sich an alles gewöhnen, wenn man mit einem Lachen auf dem Gesicht aus jeder Situation das Beste macht!

Am Anfang fand ich es sehr schwer, so alleine als weiße Frau ohne jede Ahnung von Kultur und Sprache mit den Einheimischen in Kontakt zu treten. Auf dem Land wurde ich aber sehr gastfreundlich aufgenommen und auch für alle Nachbarn waren wir Weiße sehr spannend. Sobald man einige Wörter in Nepali sprach und die Volunteerkarte zeigte, freuten sich die Einheimischen und wurden offen und gesprächig. Trotzdem war ich sehr froh mit anderen europäischen Freiwilligen vor Ort gewesen zu sein, um Erfahrungen austauschen zu können. Für viele Einheimische waren wir nur reiche Europäer. Manchmal fühlte ich mich auch unbehaglich, wenn man mit so viel Armut konfrontiert wurde. Doch zusammengefasst war es extrem spannend und ich habe auch viele neue Freundschaften geknüpft.

Mein Tagesablauf sah ungefähr so aus: Um 8.30 Uhr habe ich gefrühstückt, ab 9.40 Uhr bis circa 10:20 fand die Konversationsstunde für die kleineren Kinder statt, im Anschluss daran dann der Musikunterricht. Darauf folgte eine Unterrichtsstunde in Naturwissenschaft für die Schüler der zweiten Klasse und dann noch für die erste Klasse eine Stunde Unterricht in Schreibschrift. Dann gab es Mittagessen (daalbhat :).
Nachmittags ging ich oft ins Stadtzentrum, um andere Freiwillige zu treffen, ging ins Internet, erledigte Einkäufe oder bereitete den Unterricht für den nächsten Tag vor. Abends gab es dann wieder daalbhat : zum Abendessen.

In der Freizeit habe ich mich oft in Thamel, dem Stadtzentrum mit den anderen Freiwilligen getroffen, um all die Erfahrungen auszutauschen. Die Abende verbrachten wir oft Karten spielend oder lesend auf dem Dach der Schule, während wir die Abendstimmung genossen. Am Wochenende machten wir Ausflüge nach Bondanath, Chitwan Nationalpark, Nagarkot… während der Examenswoche in der Schule ging ich 8 Tage in Nepals traumhafter Bergwelt trekken.

Das River Rafting auf dem Weg nach Chitwan, stundenlang durch die unberührte Hügellandschaft, war ein tolles Erlebnis. Sonst gab es jede Menge an Momenten, die mir einfach zeigten, dass man aus jeder Situation das Beste machen kann und in denen ich bemerkte, wie ich mich mit der Zeit so richtig wohl fühlte, wenn man einfach mit breiten Grinsen durch die Straßen schlendern konnte, mit allen Einheimischen einige Worte wechselte, bei Stromausfall einfach mit Kerzenlicht Abend isst, oder auf dem Dach des Busses mitfährt, wenn sonst kein Platz mehr ist...!

Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit von Praktikawelten. Die Homepage war sehr übersichtlich und die Infos über das Land Nepal sehr hilfreich. Aber ich denke auch die beste Vorbereitung kann nicht verhindern, dass man am Anfang etwas geschockt ist über diese total fremde Welt.

Dieser Auslandsaufenthalt war eine meiner besten Entscheidungen. Auch wenn es nicht immer einfach war, lernt man auf diese Art und Weise das Land, seine Kultur und auch sich selber viel besser kennen. Der ganze Aufenthalt war ein Gefühlsgemisch. Man wird mit so viel Neuem konfrontiert, auch mit viel Elend und der Tatsache, dass die Menschen trotz armen Verhältnissen glücklich zu sein scheinen. Ich bin offener, toleranter und spontaner geworden und habe gelernt, dankbar zu sein für kleine Dinge, die ich für selbstverständlich hielt.

Meine Tipps für euch:
So ein Aufenthalt ist eine Reise ins Ungewisse. Mein bester Tipp ist deshalb, sich von der anderen Lebensweise einfach treiben zu lassen, spontan zu sein und offen für Ungewohntes. Man muss bereit sein auf europäischen Luxus zu verzichten, wird dafür aber an unbezahlbarer Erfahrung gewinnen."