- Projekte im Land


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Reisebericht
Meine Zeit im Praktikum war sehr schön, ich wäre gerne auf dem Land gewesen, war aber stattdessen in der Stadt an einer Privatschule für den Mittelstand. (Anmerkung Praktikawelten: aus Gründen der Versorgung)
Mein Tagesablauf gestaltete sich, dass ich zwischen 5.30 Uhr und 6.00 Uhr durch Hundegebell und anderen Geräuschen geweckt wurde. Um 8.30 Uhr gab es Frühstück und um 9.30 Uhr ging die Schule los. Zwischen 12.55 Uhr und 13.25 Uhr war dann die Lunchpause und um 15.40 Uhr war das Schulende. Um 16.00 Uhr gab es eine kleine Verpflegung und um 16.30 Uhr hatte ich Freizeit, die ich mit Rundgängen im Stadtzentrum oder ähnlichem verbracht habe. Um 20.00 Uhr nahm ich noch ein Nachtessen ein.
Ich habe sehr viele Erfahrungen während meines Freiwilligendienstes in Nepal gemacht, ich kann sie gar nicht alle aufzählen.
Meine Unterkunft hat mir sehr gut gefallen und auch der kleine Sprachkurs in der Einführungswoche war sehr gut. Der Kontakt zu den Einheimischen war auch sehr positiv und Nepal selbst hat mir auch gut gefallen. Mit dieser fremden Kultur bin ich sehr gut zurechtgekommen.
Meine Erfahrungen, die ich im Zusammenleben mit den Einheimischen gemacht habe, waren weitgehend positiv. Man begegnete mir offen, herzlich und höflich. Gestört hat mich manchmal das Kontrolliert sein: man wollte dauernd wissen wohin ich gehe, wann ich heimkomme und ähnliches; ich fühlte mich auch in meinen Entscheidungen bezüglich den Freizeitaktivitäten manchmal etwas bevormundet, was mir seltsam vorkam, in Anbetracht meines Alters… Aber es war vermutlich nur gut gemeint.
An meinen freien Tagen habe ich kulturelle Sehenswürdigkeiten besucht, was für mich sehr bereichernd war. Einer meiner schönsten Momente, war die spontane Einladung zum Schwatzen, Singen, Tanzen und Essen von einer Frauengruppe an einem Wallfahrtsort, wo ich die einzige Weiße war. Außerdem waren die Abende in der Unterkunft sehr lustig und schön. Dabei haben wir mit den Kinder gespielt und mit der Köchin Nepali sprechen geübt.
Die Betreuung durch Praktikawelten kann ich insgesamt als sehr gut einschätzen. Ich habe nichts vermisst. Der Kontakt war sehr freundlich und hilfreich. Während meines Aufenthalts war die Betreuung durch das Team vor Ort gut, da die beiden Betreuerinnen Sowita und Rhecca sehr nett und interessiert waren und ihre Aufgabe gut gemacht haben.
Meine Einführung durch das Team vor Ort war ausgezeichnet. Mir hat diese Woche super gefallen.
Mein Aufenthalt in Nepal hat mich auf jeden Fall und in jeder Hinsicht weitergebracht. Am wertvollsten ist mir, das ich einen Einblick in ein anderes Gesellschaftssystem gewonnen habe und andere Werthaltungen kennen gelernt habe. Die Einsicht, dass es nicht "richtig oder falsch" gibt, sondern nur "anders" war auch sehr wertvoll für mich.
Zukünftigen Freiwilligen kann ich als Tipp mitgeben Unterrichtsmaterial mitzunehmen. Auch wenn dies bei den Vorinformationen nicht so erwähnt wird, finde ich dringend notwendig insbesondere eine Ideensammlung (z.B. eine Sammlung von Spielideen für den Unterricht und auch etwas für größere Schüler), wie man die Unterrichtstunden füllt, wenn keinerlei Materialien oder Infrastruktur vor Ort zur Verfügung stehen.
Ein weiterer Tipp von mir ist, die Tageszeitung vor Ort zu lesen. Man versteht besser, was gerade aktuell ist und es gibt viel Gesprächstoff!"


