

4 Wochen | € 1.290,- |
8 Wochen | € 1.650,- |
je weitere Woche | € 90,- |
Reisebericht
(12 Wochen "Journalismus" in Ghana)
Josephine schrieb:
"Ghana ist ein Land, das viele Gegensätze in sich vereint und genau das macht es so faszinierend. Ich habe mir persönlich nicht zu viele Erwartungen gesetzt, ich wollte mich von dem ursprünglichen Flair selbst überzeugen und inspirieren lassen.
Ich hatte bereits den deutschen Redaktionsalltag kennen gelernt, bevor ich mein Projekt in Ghana absolvierte. Demzufolge war ich sehr gespannt auf mein Praktikum bei der ghanaischen Fußballzeitung. Welche Abläufe erwarten mich? Wie verlaufen Außentermine bei Fußballspielen? Ich betrat neues Terrain und meine erste Lektion hieß: "Bloß keinen Stress!" Zu Beginn fand ich diese Einstellung etwas gewöhnungsbedürftig, pünktlich zu Verabredungen zu kommen, scheint auch in der Öffentlichkeitsarbeit "out" zu sein. Unsere Redaktion war längst nicht so technisch ausgestattet, wie wir es aus Europa/ Deutschland kennen. Ein PC mit Internetanschluss musste für alle Mitarbeiter reichen. Der Arbeitsalltag war übersichtlich, meine Kollegen unterstützten mich sehr bei der Eingliederung und halfen mir, wo sie nur konnten. Da ich mich nie sonderlich für Fußball interessiert habe, war es trotz Vorbereitung schwierig hinter all die Fachbegriffe und Regeln zu steigen - und das AUF ENGLISCH! Nach 2 Wochen war auch das kein Problem mehr. Trotzdem war ich sehr positiv überrascht, ich hatte meinen eigenen Arbeitsplatz mit PC und meine Artikel wurden regelmäßig veröffentlicht.
Mit den Reggae-Beats aus der Nachbarschaft fing der Tag an. In meinem Projekt steht Flexibilität ganz oben. Oft verschieben sich Termine oder ein Artikel muss über Nacht noch fertig gestellt werden. In den meisten Fällen begann mein Tag aber um 9 im Büro.
Im Büro angekommen, studierte ich die Zeitungen mit meinen neuen Kollegen (Das ist das allmorgentliche Ritual, bevor jeder zu seinem Schreibtisch geht.) Anschließend schrieb ich Artikel über meine Erfahrungen und Erlebnisse mit ghanaischem Fußball, mit den neuen Gegebenheiten, mit den Menschen und interviewte Fans. Wenn wir zu Fußballspielen mussten, begann mein Arbeitstag erst gegen 13:30 Uhr. So hatte ich vorher genug Zeit um einzukaufen, zu waschen oder einfach zu relaxen.
Nach Feierabend (unterschiedlich) fuhren wir alle zum Strand, spielten dort mit den einheimischen Kids, die nicht mehr von unserer Seite weichen wollten oder kochten gemeinsam. Die Abende ohne Fernseher ließen sich prima aushalten, entweder schnappten wir uns ein Buch, trällerten mit Gitarre fröhlich drauf los oder erkundeten die örtlichen Bars. Meistens fielen wir aber geschafft unters Moskitonetz.
In Absprache mit unseren Projektleitern haben wir mit unseren Rucksäcken eine eigens geplante Rundreise durch das Land unternommen. Entlang am Küstenstreifen, der einfach paradiesische, unentdeckte Fleckchen parat hält, durch den Regenwald, über wackelige Hängebrücken, an Felswänden vorbei bis hoch in den heißen Norden, wo wir eine unvergessliche Safari durch den Busch erlebt haben. Nicht nur Elefanten und Antilopen haben wir beobachtet, sondern auch viele andere Entdeckungen in Flora und Fauna gemacht.
Sehr lustig waren die TroTro-Fahrten, da hatten wir immer was zu lachen, weil sich immer komische Situationen ergaben. Eines der kuriosen Erlebnisse war die gegrillte Fledermaus aus Kumasi, die wir verspeist haben.
Die Informationen von Praktikawelten in Form von Email-Kontakt, Reiseunterlagen und Verhaltens-Tipps waren sehr hilfreich.
Es war definitiv eine sehr gute Entscheidung diesen Auslandsaufenthalt in einem Land, was noch recht unbekannt ist, zu absolvieren. Ghana ist auf dem aufsteigenden Ast, auch wenn es noch viele Missstände zu beheben gibt. Eine tolle Erfahrung war es allemal, nicht nur um soziale Kontakte zu knüpfen, Toleranz im Zusammenleben mit unterschiedlichen Charakteren und Kulturen zu üben, auch für meine weitere Laufbahn in Richtung Journalismus war es eine super Bereicherung. In keinem anderen Projekt kann man sein Englisch so verbessern, wie bei der Zeitung. Ein schöner Nebeneffekt, wie ich finde."








